BioBio-MilchviehMolkerei sucht Demeter-Bauern

Molkerei sucht Demeter-Bauern

Die in der 1 Liter braunen Mehrwegflasche verpackte Bio-Milch kommt beim Kunden besonders gut an.
Quelle: Medienfabrik Gütersloh GmbH

20 neue Demeter Betriebe fand die Molkerei Berchtesgadener Land im vergangenen Jahr. Doch damit ist die Suche nach Bauern, die ihre Höfe auf biologisch-dynamische Landwirtschaft umstellen wollen, längst abgeschlossen. Die Molkerei Berchtesgadener Land sucht und setzt auch weiterhin auf Demeter-Milch.

Dass Bio längst kein kurzfristiger Hype mehr ist, zeigt das steigende Angebot an Bio-Produkten im konventionellen Handel sowie den Discountern. Auch bei Berchtesgadener Land steigt die Nachfrage nach den Bio- Milchprodukten an. Aktuell werden rund 100 Mio. kg Bio-Milch jährlich von knapp 600 Bio-Betrieben entlang der Alpenkamms zwischen Salzach und Mangfall von der Molkereigenossenschaft Berchtesgadener Land erfasst und verarbeitet. Rund 70 Bio-Betriebe wirtschaften in Österreich in der Region Salzburger Land und Oberösterreich. Besonders stark von der Nachfrage nach Bio-Produkten profitiert seit einiger Zeit die frische Demeter-Milch im Sortiment.

Florian Zielinski, zuständig für den Bio-Verkauf bei der Molkerei macht dafür mehrere Gründe verantwortlich: „Das Produkt zahlt auf viele Trends ein – da ist zum einen die Glas-Verpackung, die dem „no-plastik-Trend“ entspricht, dann die besonders schonende Verarbeitung ohne Homogenisierung und natürlich der bio-dynamische Landwirtschaft mit der besonderen Demeter-Milchqualität – die steigende Nachfrage konnte auch Corona nicht stoppen.“ Letzteres belegt auch eine von der GfK in Auftrag gegebene Umfrage, die zeigt, egal ob bezüglich Corona eher neutral, sehr besorgt oder nicht besorgt, bei allen Verbrauchergruppen stieg der Kauf von Bio-Produkten im 1. Quartal 2020 weiter an.

Demeter-Milch weiter gesucht

Doch Demeter-Milch ist nur begrenzt vorhanden. Vor einem Jahr rief die Molkerei daher das Ziel „20 in 2020“ aus, also 20 neue Demeter-Betriebe in 2020 zu akquirieren. Gemeinsam mit dem Demeter-Verband warb sie aktiv um weitere Betriebe und hob Anfang des Jahres den Demeter-Preis nochmals auf nun 58,67 Cent/kg an. Erste Betriebe, die von Bio auf den höheren Standard Bio-Demeter umgestiegen sind, werden inzwischen bereits erfasst. Insgesamt konnte die Molkerei tatsächlich 20 umstellungswilligen Betrieben die Zusage zur Aufnahme in die Genossenschaft geben. Die Molkerei Berchtesgadener Land ist optimistisch, dass weitere Demeter zertifizierte Bio-Betriebe dazukommen werden.

Kontakt für weitere Informationen: Demeter Milchbauerngemeinschaft, Herrn Alois Fersch (Tel. 08624-829733 bzw. alois.fersch@demeter-bayern.de)