ForstLage am Holzmarkt weiter angespannt

Lage am Holzmarkt weiter angespannt

Lärche wird weiterhin zu guten Preisen rege nachgefragt. Foto: Jäger

Alles derzeit außerhalb von Verträgen erzeugte Fichten-Nadelsägerundholz stößt derzeit auf einen gesättigten Markt. Der Holzpreis ist daher auch außerhalb der Schadgebiete weiterhin unter Druck. Der Peis für das Leitsortiment Fichte B, 2b liegt österreichweit zwischen 70 und  89  Euro  je FMO. In den Borkenkäfergebieten hat sich der C-Kreuz-Preis zwischen 40 Euro/FMO und 50 Euro/FMO stabilisiert. Die Bedingungen für den Abtransport des bereitgestellten Holzes sind uneinheitlich. Während dieser in den Schadgebieten Niederösterreichs noch zügig voran geht, verzögert er sich in Oberösterreich, wodurch sich wieder verstärkt Waldlager aufbauen. In Salzburg ist die Anlieferung teilweise kontingentiert, in Kärnten sorgen wiederum Tauwettersperren für eine stockende Logistik. Der Absatz von Kiefer ist aufgrund des Überangebotes an Fichte äußerst schwierig. Teilweise kommt es zu unüblichen Übernahmemodalitäten. Gemischte Säge- und Industrierundholzpartien werden auf Basis Gewichtsvermessung übernommen, eine Güteklassifizierung der Sägerundholzsortimente unterbleibt. Losgelöst von allen negativen Aspekten wird die Lärche zu attraktiven Preisen generell sehr rege nachgefragt.
Bei Laubsägerundholz wird die Eiche weiterhin sehr lebhaft nachgefragt. Rotbuche und Esche haben aufgrund der hohen Eichenpreise nachfrageseitig nachgezogen. Die Hybridpappel wird unverändert auf niedrigem Vorjahresniveau gehandelt.
Die Zellstoff-, Papier- und Plattenindustrie ist ebenfalls sehr gut mit Nadelindustrierundholz bevorratet. Angebotene Mengen werden zumeist abgenommen und bei verfügbaren Transportkapazitäten auch laufend abgefrachtet. An einigen Standorten ist nur eine kontingentierte Anlieferung möglich, wodurch sich die Abfuhr verzögern kann. Rotbuchenfaserholz wird weiterhin rege nachgefragt.
Der Absatz von Energieholz ist österreichweit angespannt. Die Anlagen sind sehr gut bevorratet, die Preise stehen aufgrund des Überangebotes unter Druck. Einige Standorte ohne Übergangstarife haben die Übernahme vorerst eingestellt und warten neue gesetzliche Rahmenbedingungen ab.
Quelle: LKO