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Kverneland Agritechnica-News

Säkombination mit teilbarem Tank für Saat und Düngung in einem Arbeitsgang.
Kverneland feiert in diesem Jahr sein 140. Firmenjubiläum. Daher hat das Unternehmen für diese Neuheitenpräsentation Fachjournalisten aus ganz Europa ins Stammwerk nach Norwegen eingeladen, wo Ole Gabriel Kverneland im Jahr 1879 die „O.G. Kvernelands Fabrik“ gründete. Seit 2012 gehört die Gruppe zum weltweit agierenden japanischen Kubota-Konzern.

Neue Pfluggeneration und Pflugkörper

Neue Pfluggeneration mit neuen Grindeln und Pflugkörperform.

Auf der Agritechnica 2015 hat Kverneland den Pflug 2500 i-Plough vorgestellt. Dieser stand Pate für die neue Pfluggeneration. Auch die Modellnamen werden an den i-Plough angepasst: 2300 S, 3300 S, 3400 S heißen die angebauten Baureihen und 6300 S die Aufsatteldrehpflüge. Besonderes Augenmerk wurde auf die Transportsicherheit gelegt. Der Pflug schert bei Kurvenfahrt nicht aus. Mit einer optionalen Ausrüstungsvariante läuft er wie ein Anhänger hinter dem Traktor her. Die neuen, einteilig geformten Grindeln ergeben eine Rahmenhöhe von 80 cm. Auch die mechanische Steinsicherung mit Blattfedern wurde laut Hersteller weiterentwickelt. Mit der zentralen Verstellung der Arbeitstiefe von Vorwerkzeugen erhöht Kverneland die Bedienerfreundlichkeit. Ab sofort gibt es bei Kverneland auch ein vorgesetztes Stützrad für das Grenzpflügen. Die gewünschte Arbeitsbreite aller Pflugkörper lässt sich mechanisch oder hydraulisch je nach Modell von 30 bis 55 cm anpassen. Die 3400er Modelle bieten auch die Möglichkeit zum On-Land-Pflügen. Die Arbeitsposition lässt sich einfach aus der Kabine ändern.

Beim Aufsattelpflug 6300 S wurde ein besonderes Augenmerk auf die Bodenschonung gerichtet. Das groß dimensionierte Aufsattelrad (440/80×24) am hinteren Ende des Hauptrahmens, sorgt für eine gute Tragfähigkeit und eine maximale Gewichtsübertragung vom Pflug auf die Hinterachse des Traktors während des Pflügens. Den 6300 S Variomat (mit hydraulischer Schnittbreitenverstellung) gibt es sechs- bis achtfurchig bei 100 cm oder fünf- bis siebenfurchig bei 115 cm Körperabstand.
Als Draufgabe gibt es jetzt noch den neuen Pflugkörper Nr. 38. Er wurde speziell für größere Arbeitstiefen bis 35 cm und für Reifenbreiten bis 710 mm entwickelt.

Anbaugrubber Enduro

3-balkige Anbaugrubber für Stoppelsturz und Arbeitstiefen bis 35 cm.

Mit der Enduro Baureihe bietet Kverneland einen 3-balkigen Anbaugrubber von 3-5 m an. Er ist für den flachen Stoppelsturz als auch für größere Arbeitstiefen konzipiert. Die neuen Triflex-Zinken haben laut Hersteller zwei Arbeitszonen und können bis zu 7 cm seitlich ausweichen. Die Steinsicherung löst bei rund 700 kg aus. Die maximale Arbeitstiefe liegt beim Enduro „Pro“ bei 35 cm und beim Enduro bei 30 cm. Der „Pro“ lässt sich dank eines zweiten Parallelogramms an der Nivelliervorrichtung und der hydraulischen Tiefenverstellung von der Kabine aus einstellen.

Bei den starren Modellen beträgt der Zinkenabstand 270 mm, bei den klappbaren Varianten 285 mm. Die Rahmenhöhe ist einheitlich 870 mm. Für alle 10 Enduro-Modelle ist eine breite Palette von Walzen und eine große Auswahl von Scharen verfügbar.

IOSBUS-Grubber: Turbo T i-Tiller

Der Turbo T i-Tiller ist ein weiterer Baustein in der Smart Traming-Lösung von Kverneland. Bei diesem Grubber werden die Tiefen- und Nivellierungseinstellungen direkt von der Traktorkabine aus über das ISOBUS-Terminal gesteuert. Darüber hinaus ist die Tiefenverstellung mit der Zugkraftverstärkung verbunden, die Gewicht vom Grubber auf die Hinterachse des Traktors überträgt und somit Kraftstoff einspart. Bei hügeligem Gelände wird die Gewichtsübertragung laufend an die Voreinstellungen angepasst. Das Überlastsicherungssystem „AutoProtect“ reagiert auf Überlastungen der Maschine durch Hindernisse oder Querkräfte. Dieses System hebt den Turbo T i-Tiller an, wenn Zug- oder Scherkräfte einen definierten Wert überschreiten.
ISOBUS gesteuerter Grubber für Smart Farming-Lösung.

Kreiseleggen: S-Serie

Kverneland präsentiert mit der S-Serie eine neue Reihe schwerer Kreiseleggen: 3 m, 3,50 m, 4 m oder 4,50 m. Sie sind für Traktoren mit bis zu 250 PS ausgelegt. Alle Kreiseleggen der S-Serie sind mit vier Rotoren pro Meter Arbeitsbreite ausgestattet. Das Standardgetriebe ist mit austauschbaren Zahnrädern versehen, mit denen sich die Rotordrehzahl steuern lässt. Serienmäßig mit den QuickFit-Zinken ausgestattet, ist ein werkzeugloser Zinkenwechsel möglich. Je nach Bodenbeschaffenheit stehen aktive oder passive Zinken zur Verfügung.
Wie alle anderen Kreiseleggen von Kverneland lässt sich auch die S-Serie mit der hauseigenen Sätechnik einfach kombinieren. Trotz integriertem Aufbaukonzept ist die Kreiselegge innerhalb kürzester Zeit auch als Solomaschine einsatzbereit. Optional ist die S-Serie auch mit Hydrolift verfügbar.
Schwere Kreiselegge für Traktoren bis 250 PS.

Düngen und säen mit „e-drill maxi plus“

Kverneland hat sein Portfolio der Säkombinationen um die e-drill maxi plus erweitert, eine Säkombination für verschiedene Nutzungsformen. Die Anwendung von
• zwei Arten von Saatgut,
• einer Saatgutart und einer Düngersorte,
• einer Saatgutart in Kombination mit z. B. Schneckenkorn oder
• einer Saatgutart.
Dazu lässt sich der Sätank mit einem Gesamtvolumen von 2.100 Liter lässt in zwei Kammern mit einem Verhältnis von 60:40 oder 70:30 unterteil. Er kann aber auch mit 100:0 als Ganzes genutzt werden. Wird ein geteilter Tank genutzt, so wird mit zwei unabhängig arbeitenden Dosiervorrichtungen, die beidseitig angeordnet sind das Saatgut ausdosiert. Ein zusätzlicher zweiter Auslauf am Säschar legt den Dünger oder die zweite Saat in der Säreihe in nur einem Arbeitsgang ab. So wird der Dünger in Mischung mit dem Saatgut in Reihe ausgebracht.
Die ISOBUS e-com „Plug and Play” Kompatibilität ermöglicht den Anschluss der e-drill maxi plus an jeden ISOBUS-kompatiblen Traktor und garantiert so die voll funktionsfähige Nutzung durch das eigene Terminal des Traktors – für höchste Einsatzflexibilität.