BioAus der KontrolleKuh und Kalb trennen?

Kuh und Kalb trennen?

Um Kalb und konventionelle Kuh nicht trennen zu müssen bleibt nur der Verkauf von beiden Tieren.
Quelle: Agrarfoto

Ein Landwirt fragt: Wir sind Umstellungsbetrieb im 2. Jahr und haben letztes Jahr eine Angus-Kuh von einem nicht bio-zertifizierten Betrieb zugekauft. Bei der Kontrolle wurde dies beanstandet und wir bekamen die Auflage, die Kuh innerhalb von zwei Monaten zu verkaufen. Zu diesem Zeitpunkt war die Kuh hochträchtig und nicht transportfähig. Jetzt ist das Kalb da und das dürfte auf dem Hof bleiben, die Kuh jedoch nicht. Wir möchten die beiden aber nicht trennen, da wir das Kalb nicht mit Milchaustauscher o. Ä. aufziehen können. Gibt es hier keine Möglichkeit, dass Kuh und Kalb so lange am Betrieb bleiben können, bis das Kalb groß genug ist?

Österreich: Im Normalfall wird eine Verkaufsfrist von einem Monat vergeben. In speziellen Fällen kann bei der Kontrollstelle um Fristverlängerung angesucht werden. Eine weitere Möglichkeit, wenn Kuh und Kalb nicht getrennt werden sollen, ist, die Mutterkuh mitsamt dem Kalb zu verkaufen, um die Frist einzuhalten.

Deutschland: Das unzulässige Tier wird vom Hof gehen müssen. Auch die Frist erscheint zunächst angemessen. Grundsätzlich gibt es die Möglichkeit, das Kalb zu behalten, wenn keine geeigneten Bio-Tiere auf dem Markt verfügbar sind. In diesem Fall gibt es – je nach Bundesland in Absprache mit der Kontrollstelle oder der zuständigen Behörde – evtl. die Möglichkeit, die Mutter bis zum Absetzen des Tieres (mindestens bis zum Ende der Mindestsäugezeit) auf Ihrem Betrieb zu behalten.

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