ForstKonfliktzone Wald

Konfliktzone Wald

Um Konflikte und vor allem auch Gefahrensituationen zu vermeiden, gibt es im Wald Regeln. Foto: Tero Vesalainen/shutterstock.com

Während Waldbesitzer die Schäden von Windwürfen, Schneebrüchen oder Borkenkäferbefall aufarbeiten und beschädigte Bäume so rasch wie möglich aus dem Wald bringen müssen, möchten Freizeitsportler den Wald als Freizeit- und Erholungsplatz in vollen Zügen nutzen. Um Konflikte und vor allem auch Gefahrensituationen zu vermeiden, gibt es Regeln.
Der Sommer ist für Waldbauern und Forstarbeiter eine wichtige Zeit, da sie Waldpflegemaßnahmen zum Erhalt eines gesunden Waldes durchführen und zudem Schadholz aufarbeiten. „Gerade in diesem Jahr ist viel zu tun – Windwürfe, Schneebruch und massiver Borkenkäferbefall fordern unsere gesamte Arbeitskraft. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit. Bei diesen Arbeiten kommen oft auch Maschinen zum Einsatz. Die forstlichen Tätigkeiten sind gefährlich, deshalb werden zum Schutz der Waldbesucher forstliche Sperrgebiete errichtet, die unbedingt beachtet werden müssen. Waldflächen, die etwa wegen Waldarbeiten nicht betreten und befahren werden dürfen, sind durch entsprechende Schilder gekennzeichnet. Ein Missachten dieser Sperren kann im schlimmsten Fall Lebensgefahr bedeuten“, warnt Felix Montecuccoli, Präsident der Land&Forst Betriebe Österreich.

Was ist erlaubt, was ist verboten

Das Netz an Forststraßen und Waldwegen – das für die Bewirtschaftung und Pflege des Waldes unumgänglich ist – bietet Erholungssuchenden eine gute Infrastruktur. Sowohl als Waldbesitzer als auch als Waldbesucher ist es gut zu wissen, was im Wald erlaubt ist.

  • Nach dem Forstgesetz ist das Betreten des Waldes – also zu Fuß – für Erholungszwecke für jedermann freigegeben. Das Gesetz sieht jedoch auch lokale und zeitliche Sperrgebiete vor.
  • Freizeitaktivitäten wie zum Beispiel Mountainbiken oder Reiten dürfen nur auf gekennzeichneten und freigegebenen Wegen sowie mit Zustimmung des Grundeigentümers ausgeführt werden. Grundsätzlich sind Forststraßen und Wege nicht für Mountainbiken, Reiten etc. freigegeben. Fahrverbote müssen eingehalten werden.
  • Forstliche Sperrgebiete müssen unbedingt beachtet werden.
  • Wieder- und Neubewaldungsflächen (Jungwald), deren Bewuchs noch niedriger als drei Meter ist dürfen nicht betreten werden. Dieses Verbot gilt auch ohne Hinweisschilder.

„Ich appelliere an alle Waldbesucher, Warnschilder und Sperrgebiete wirklich zu beachten. Waldbesitzer erledigen dort Arbeiten, zu denen sie rechtlich verpflichtet sind und die eine absolute Notwendigkeit haben. Sperren werden nicht aus Jux und Tollerei verhängt, sondern warnen und sichern Waldbesucher tatsächlich vor Forstarbeiten – große Maschinen, Seilwinden und umstürzende Bäume können schnell zur Gefahr werden. Der Versuchung solche Sperren zu ignorieren muss unbedingt widerstanden werden.“, erklärt Montecuccoli.