MarktSchweinemarktKnappes Schweineangebot festigt den Preis

Knappes Schweineangebot festigt den Preis

Foto: Archiv

Das zuletzt erreichte Preisniveau fußt quer durch die EU auf einem stabilen Fundament, berichten Styriabrid und Ö-Börse in ihrem aktuellen Marktbericht. Die Stabilität kommt überwiegend vom unterdurchschnittlichen Angebot am Schweinemarkt. Die Erzeugervertreter im deutschen Preisbildungsmodell waren in der Vorwoche jedoch offensichtlich etwas zu euphorisch. Führende Schlachtbetriebe wehrten sich mit Hauspreisen gegen die Preissteigerung der Vorwoche. Deshalb musste in Deutschland für diese Woche mit einer -2 Cent Korrektur eine Kompromisslösung gefunden werden. Die VEZG Preisinfo liegt damit bei 1,83 Euro je kg Schlachtgewicht. Der Zug im Fleischbusiness wird als eher energielos beschrieben. Eine Tendenz zu weiterer positiver Preisentwicklung zeigen am ehesten die Mittelmeerländer, wo die Nachfrage tourismusbedingt zunimmt und das Schweineangebot hitzebedingt abnimmt.

In Österreich zeigt sich der Markt für Schlachtschweine sauber geräumt. Trotz zweier aufeinander folgender kurzer Schlachtwochen bleibt kein Mastschwein länger als vom Mäster gewünscht im Stall. Nicht wirklich zufrieden zeigt sich die Fleischbranche, welche anhaltend von mühsamen Preisverhandlungen mit Handel und Industrie berichtet. Vor dem Hintergrund eines selbst für eine kurze Arbeitswoche nur knapp ausreichenden Angebotes wurde an der Ö-Börse unverändert fixiert.

Die Mastschweine-Notierung der Österreichbörse für die Börsewoche 24/25 liegt damit bei 1,80 Euro (Berechnungsbasis 1,70 Euro) je kg Schlachtgewicht.

Auf landwirtschaftlicher Erzeugerebene wird jedoch die marktfreundliche Stimmung von rahmenpolitischen Entwicklungen getrübt. So steht beispielsweise der Vollspaltenboden am Prüfstand des Parlaments. Die politischen Turbulenzen mit wechselnden Mehrheiten bei den Abstimmungen im Parlament könnten nun Beschlüsse fallen, die bis vor kurzem als unwahrscheinlich gegolten haben.

(Quelle: Styriabrid/Ö-Börse)