Firmenmitteilung/WerbungKalke und Ausbringungstechniken – welche Möglichkeiten gibt es?

Kalke und Ausbringungstechniken – welche Möglichkeiten gibt es?

Quelle: Bodenkalk

Trockenkalke

Bodenkalk-Produkte

biotauglich: Kohlensaurer Kalk (mit S, Mg, P), Dolo 40 (mit S), Naturgipsmehl, Sondermischungen

nicht biotauglich: Mischkalk (mit S, Mg), Branntkalk 0-4mm, Sondermischungen

Als Trockenkalke werden trockene mehlfeine Kalke bezeichnet. Trockenkalke werden im Silo-LKW, in Big-Bags oder als Sackware ausgeliefert. Aufgrund ihrer großen Oberfläche ist bei mehlfeinen Kalken eine optimale Kontaktwirkung gegeben.

Zur Ausbringung von loser Ware wird eine Umschlagslogistik (Trockenkalksilo) benötigt. Die Streuung erfolgt mittels eines Schneckenstreuers. Großflächenstreuer ermöglichen die Streuung auf Breiten von 6-12 m, mit geringstmöglicher Staubentwicklung, exakter Dosierung und gleichmäßiger Verteilung. Nur gut eingestellte Schneckenstreuer gewähren eine optimale Querverteilung am Acker- oder Grünland.

Großgeräte eignen sich auch bestens für die direkte Befüllung am Feldrand durch den Silo-Lkw – dies erspart die Zwischenlagerung in (Mobil-)Silos vor Ort, Anfahrtswege werden reduziert und Kosten gesenkt.

Feuchtkalke

biotauglich: Kohlensaurer Kalk (mit S, Mg, P), Dolo 40 (mit S), Sondermischungen           

nicht biotauglich: Feuchtkalk 43, Schwarzkalk

Feuchtkalke sind naturfeuchte oder nachträglich angefeuchtete, gemahlene Kalk- und Dolomitgesteine, die im Gegensatz zu den trockenen Produkten mit einem Kipper-LKW geliefert und direkt am Feld ohne Siloeinrichtungen abgeladen werden. So spart man sich Zeit und Anfahrtswege.

Besonders in Gebieten, wo die Infrastruktur für die Ausbringung von Trockenkalken nicht gegeben ist, stellen die Feuchtkalke eine interessante und kostengünstige Alternative zur Ausbringung von größeren Kalkmengen dar.

Feuchtkalke werden größtenteils mittels Kombistreuern (Kalk und Düngemittel), aber auch mit Universalstreuern (Kalk, Mist, Kompost), z.B. Tebbe, ausgebracht.

Kohlensaure Feuchtkalke können auch mit Mist vermischt und in einem Arbeitsgang im Zuge der Miststreuung ausgebracht werden.

Granulate

biotauglich: Kalkkorn, Kalkkorn S, Kalkkorn Mg, Kalkkorn Mg30, Kalkkorn P15, Biophos, Naturgipskorn 

Granulate sind regranulierte, zuvor feinst vermahlene Mehle oder Mischungen von Kalk-, Dolomit-, Gips-, Rohphosphat- und silikatischen Gesteinen in einer Körnung von 2-6 mm. Sie werden lose in 600- bzw. 1.000-Kilo-Einweg-BigBags mit Inlinern und in 25-Kilo-PE-Säcken angeboten. Granulate ermöglichen eine staubfreie, exakt dosierbare Ausbringung mit dem betriebseigenen Düngerstreuer.

Diese sind im Ackerbau und Grünland, aber auch als Kalkausgleich bei Düngermischanlagen sowie für kleinstrukturierte Sonderkulturen, wie Obst- und Gemüsebau, bestens geeignet.

Die Granulate können jederzeit vor oder nach der Wirtschaftsdünger-Ausbringung gestreut werden, ohne dass kalkbedingte Stickstoffverluste zu befürchten sind.

Alle Bodenkalk-Granulate sind biotauglich.

Gekörnte Branntkalke

nicht biotauglich: Branntkalk 1–3 mm, Branntkalk 3–8 mm

Auch gekörnte Branntkalke in den Korngrößen 1–3 und 3–8 mm können einfach mittels des eigenen Mineraldüngerstreuers ausgebracht und auf großen Streubreiten präzise platziert werden. Sie werden lose in 600- bzw. 1.000-Kilo-Einweg-BigBags mit Inlinern und in 25- oder 50-Kilo-PE-Säcken angeboten.

Branntkalk bewirkt nicht nur eine bessere Belastbarkeit des Bodens, sondern vor allem eine größere innere Bodenoberfläche für die Besiedelung durch Mikroorganismen, eine schnellere Bodenerwärmung und -durchlüftung und sowie eine erhöhte Wasserspeicherfähigkeit des Bodens.

Die Infiltrationsleistung durch Branntkalk wird am besten bei einer seichten Einarbeitung (wenige cm) in den Boden erhöht. Bei einer Kalkung mit Branntkalken sollte zwischen einer Gülle- oder Mistausbringung am Acker eine Bodenbearbeitung liegen.

Güllekalke

biotauglich: Güllekalk, Güllekalk S, Naturgipsmehl          

Güllekalk ermöglicht die gleichzeitige Ausbringung von Gülle und Kalk. Das hält den pH-Wert des Bodens im optimalen Bereich. Eine zusätzliche Kalkung ist nicht notwendig – das spart Zeit und Geld.

Güllekalk ist ein feinst vermahlener, säurelöslicher, kohlensaurer Kalk auf Wunsch mit zusätzlich 2 % Schwefel in Form von Gips. In Bodenkalk-Naturgips ist Schwefel zur Gänze als Calciumsulfat enthalten und daher für das Einrühren in die Gülle erlaubt.

Der natürliche pH-Wert der Gülle von pH 7,0–8,5 wird durch Güllekalk nicht erhöht. Daher kommt es durch das Einbringen von Güllekalk in die Gülle zu keiner erhöhten Stickstoffausgasung. Güllekalk eignet sich hervorragend für Gülle mit Strukturmaterial (mehr als 5 % Trockensubstanz) wie Rinder-, Schweine- und Biogasgülle.

Güllekalk wird im Silotank-LKW direkt zum Betrieb angeliefert. Der Güllekalk wird über einen Schlauch und ein Rohr im Bereich des laufenden Mixers eingeblasen.

Wichtig ist, die Gülle vor Anlieferung bereits gut aufzurühren und auch während des Einblasens in die Güllegrube weiterhin gut durchzumischen. Die Lanze soll Richtung Güllemixer platziert werden, um eine optimale Vermischung zu gewährleisten.

Aufgrund der hohen Feinheit des Kalkes besteht bei richtiger Anwendung kein Risiko des Absinkens in der Gülle.

Infos unter: www.bodenkalk.at