LandtechnikAckerbautechnikMähdrescherJohn Deere: einige Neuheiten für Mähdrescher

John Deere: einige Neuheiten für Mähdrescher

Für seine Mähdrescher bietet John Deere einige Updates an. (Fotos: Hersteller)

Bei der S-Serie wurde die automatische Regelung der Vorfahrtsgeschwindigkeit HarvestSmart  optimiert und mit der automatischen Mähdreschereinstellung ICA2 kombiniert. Falls das ICA2 System die gewünschte Korntanksauberkeit oder den Bruchkornanteil nicht erreicht, bzw. das vorgegebene Verlustniveau überschritten wird, greift ICA2 in das System HarvestSmart ein. Die Maschine passt die Geschwindigkeit an, so wie es der Fahrer auch tun würde. Gleichzeitig wird die Motorauslastung auf dem gewünschten Niveau gehalten.

Häcksler stellt sich automatisch ein

Seitenwind beeinflusst die Strohverteilung des Häckslers enorm. Beim S700 wird nun die Wurfrichtung der Strohverteiler-Leitbleche automatisch angepasst. Das „AutoSwap″ System erkennt mittels GPS die Fahrtrichtung und spiegelt die Wurfrichtung am Vorgewende automatisch. Eine weitere Verbesserung der Verteilung ermöglicht die Verstellung des Gegenmesserkamms. Der Fahrer kann aus der Kabine den Anteil der langen Strohteile beim Auf- und Abfahren oder in der Rückfahrkamera beobachten und ohne Absteigen die notwendigen Einstellungen vornehmen.

Der Häcksler stellt sich am Vorgewende automatisch ein.

Erntedaten automatisch erfassen

Mit der Einführung des automatischen Ertragssensors ActiveYield entfällt die manuelle Kalibrierung, wodurch der Fahrer entlastet werden soll. Gleichzeitig konnte laut John Deere die Genauigkeit erhöht werden. Ab dem Modelljahr 2020 wird das System durch eine präzise Feuchtemessung ergänzt. Dadurch soll sich die Datenerfassung vor allem bei niedrigen und hohen Kornfeuchten nochmals erhöhen. Auch hier entfällt die Kalibrierung und die Ertrags- und die Feuchtedaten werden neben anderen wichtigen Daten in der Dokumentationssoftware des Mähdreschers gespeichert.

Neues Display bei der W- und T-Serie

Die Mähdrescher der W- und T-Serie können jetzt auch mit dem neuen Greenstar Display 4640 der vierten Generation ausgestattet werden.  Während alle Mähdreschereinstellungen wie bisher über das Armlehendisplay gesteuert werden, erfolgt die Steuerung aller zusätzlichen Funktionen über das 4640 Display. Dazu gehören z.B. die Spurführung, Dokumentation, Datenübertragung und die Steuerung des nebenherfahrenden Traktorgespanns beim Überladen (MachineSync). Das 4640 Display ist als universelles Display abnehmbar und kann z.B. auch bei der Spritze SectionControl steuern.

Neue Erntevorsätze

John Deere führt das neue 700X Schneidwerk ein. Mit dem 1.200 mm langen Tisch und den minimalen Verlusten ist es laut Hersteller besonders für die Rapsernte geeignet. Dank eines neuen flacheren Designs für die Zuführung soll nun der Übergang zur Einzugsschnecke verbessert sein. Vorteile bringe das vor allem bei kurzem Material, wie z.B. in der Sommergerste. Neu ist auch die Rutschkupplung und deren Position. Um die Standzeit der Bodenplatten zu erhöhen, wurden diese bei allen Modellen um 25% verstärkt.

Das variable Schneidwerk 700X hat einen 1.200 mm langen Tisch.

Pick-up für Mähdrescher

Der Schwaddrusch von Raps, Leguminosen und anderen Früchten gewinnt wieder an Bedeutung. Ungleich abreifende Bestände können dadurch besser geerntet werden. Um den Schwad nach dem Abtrocknen möglichst verlustfrei aufnehmen zu können, bietet John Deere die neue Pickup 615P an. Der Vorsatz hat eine Arbeitsbreite von 4,5 m und ist mit luftgefederten Stützrädern ausgestattet. Das Erntegut wird von umlaufenden Zinken aufgenommen, die an einem Gummiförderband befestigt sind. Eine Besonderheit ist laut John Deere die schonende und möglichst erschütterungsfreie Aufnahme. Anschließend wird das Erntegut unter einem einstellbaren Niederhalter komprimiert und über die Einzugsschnecke dem Schrägförderer zugeführt.

Alle Neuheiten für das Modelljahr 2020 können ab August 2019 bestellt werden.

John Deere bietet die neue Pick-up 615P für den Schwaddrusch mit Mähdreschern an.