BioAcker und GrünlandHacke, Striegel und mehr Neues von Horsch

Hacke, Striegel und mehr Neues von Horsch

Das Hackgerät Transformer VF wartet mit interessanten Details auf. (Fotos: Weninger, Hersteller)

„Die Phase, die Erträge zu steigern, ist vorbei. Die Frage lautet jetzt: Wie kann man die Erträge halten, angesichts veränderter Rahmenbedingungen wie dem Klimawandel oder weniger Pflanzenschutz?“ Diese Frage stellte Philipp Horsch, einer der drei Geschäftsführer bei Horsch, bei der Neuheiten-Präsentation für die Agritechnica vor Agrarjournalisten. Im Ackerbau gebe es nun drei beherrschende Themen: Weniger Rückstände in Lebensmitteln zu hinterlassen, mehr CO2 durch Humusaufbau zu binden und was nach Glyphosat kommt. Als Antwort auf diese Fragen hat Horsch daher eine neue Sparte für die Bio- und die „Hybrid-Landwirtschaft“ entwickelt (mehr dazu lesen Sie im Interview mit Michael Horsch in der LANDWIRT-Ausgabe 12/2019). Horsch möchte damit komplette Systeme anbieten, in denen die Maschinen für die Bodenbearbeitung, Aussaat und Pflege zum Beispiel auf einen bestimmten Reihenabstand abgestimmt sind oder ganzflächig arbeiten. Und bei Bedarf den Pflanzenschutz in diese Systeme integrieren. Speziell für die mechanische Unkrautbekämpfung in Reihen und in der Fläche präsentierte Horsch daher gänzlich neue Baureihen.

Hackgerät mit Raffinessen

Das Hackgerät Transformer VF wartet mit interessanten Details auf. (Fotos: Weninger, Hersteller)

Der wohl spannendste Vertreter dieser neuen Sparte ist das Hackgerät Transformer VF. Der Name leitet sich von der Idee ab, den Rahmen mit verschiedenen Werkzeugen zu bestücken und so für verschiedene Zwecke anzupassen (zu „transformieren“). Das Kürzel VF steht für variable frame, zu Deutsch: variabler Rahmen. Dieser kommt in Arbeitsbreiten von 6 bis 12 m. Bei 6 und 8 m wird der Rahmen dreiteilig geklappt, ab 9 m in fünf Teilen. Am Sitzenhof zeigte Horsch den Transformer 12 VF mit Hackelementen. Dabei haben die Schwandorfer nicht bloß das x-te Hackgerät auf den Markt gebracht. Vielmehr ist es dem Unternehmen mit dem Transformer gelungen, einige technische Raffinessen umzusetzen.

Eines der „Gustostückerl“ ist die voll in den Anbaubock integrierte, lineare Seitenverschiebung ohne Zwischenrahmen. Damit soll der Transformer eine möglichst hohe Präzision beim automatischen Lenken erreichen – dank Isobus mittels verschiedener Kamerasysteme. Außerdem liegt der Schwerpunkt näher am Traktor. Das ist gerade bei den breiteren Maschinen ein Vorteil. Zudem sind die parallelogrammgeführten Elemente mit einem Innenprofil an den Rahmen geklammert. Damit sind laut Horsch Reihenabstände von 25 bis 90 cm realisierbar. Die breiten Klemmen sollen für eine hohe Seitenstabilität und daher Spurtreue sorgen. Den Durchgang unter dem Rahmen gibt Horsch mit 66 cm an. Das macht auch spätere Einsätze in höheren Beständen möglich. Die Elemente sind optional hydraulisch belastbar für besonders harte Böden. Diese Hydraulik wird auch für das automatische Ausheben einzelner Reihen per Section Control genutzt. Die Arbeitstiefe der Elemente ist werkzeuglos einstellbar. Optional sind Abdeckscheiben zum Schutz der Kulturen im frühen Stadium oder weitere Werkzeuge für die Arbeit in der Reihe, zum Beispiel Fingerhacken, verfügbar.

 

Striegel hebt seine Flügel

Der Striegel Cura hebt seine Ausleger am Vorgewende für mehr Bodenfreiheit an.

Für die Unkrautbekämpfung in flächig gesäten Kulturen stellte Horsch den Striegel Cura ST vor. Die im Dreipunkt angebaute Maschine wird mit Arbeitsbreiten von 6 bis 15 m auf den Markt kommen. Der 15 m breite Cura soll 2.300 kg wiegen. Auch der Cura bietet einige Besonderheiten. Der Rahmen kombiniere eine hohe Stabilität und eine exakte Tiefenführung mit einem geringen Gewicht. Am Vorgewende werden die Flügel leicht angehoben, damit sie nicht in den Boden einstechen können und so auch schnellere Wendevorgänge ermöglichen. Für diese Funktion sind (neben den Klappzylindern) eigene Hydraulikzylinder zuständig.

Die Zinken sind auf sechs Balken angeordnet, der Strichabstand beträgt 2,8 cm. Jeder einzelne Zinken ist mit einer eigenen Feder angelenkt. Die Federn sind über Seile mit einem Rohr verbunden, das mittels Hydraulikzylindern (samt Begrenzungsclips) gedreht werden kann und so den Auflagedruck stufenlos verändert. Der Druck reicht (mit einer Feder) von 1.000 bis 5.000 Gramm je Zinken. Optional ist je Zinken eine zweite Feder erhältlich, dann beträgt der Druck 500 bis 5.000 Gramm. Am gesamten Federweg soll der Druck nahezu gleich hoch sein. Dieses System ist weitgehend von einem anderen Hersteller bekannt. Horsch hat jedoch die gesamte Zinkenanlenkung samt Federn und Seilen auf der Oberseite des Rahmens angeordnet. Somit verbleibt eine größere Durchgangshöhe unter dem Rahmen. Auch in höheren Beständen können dann keine Pflanzenteile in den Federn hängen bleiben. Die Zinken sind breit gelagert und daher laut Horsch gegen seitliches Ausweichen gesichert. Zusammen mit dem konstanten Zinkendruck eigne sich der Cura daher auch für die Arbeit in Kartoffeln und anderen Dammkulturen.

 

Immer schön flach bleiben

Am Finer kann der Zinkenwinkel für eine möglichst flache Arbeit angepasst werden.

Die dritte Maschine im neuen Segment ist der Grubber Finer LT. Seine Hauptaufgabe sieht Horsch im flachen Schneiden von Unkräutern, Ausfallgetreide oder Zwischenfrüchten sowie bei der Saatbettbereitung. Damit ist er auch als Glyphosat-Alternative gedacht. Das Alleinstellungsmerkmal des Finer ist seine Möglichkeit, den Anstellwinkel der Zinken so anzupassen, dass die Schare möglichst parallel zum Boden schneiden. Denn je höher der Bodenwiderstand ist, umso weiter federt ein Zinken nach hinten aus. Um das auszugleichen, wird beim Finer ein zentrales Rohr gedreht (serienmäßig mechanisch, optional hydraulisch). Dieses Rohr ist über eine Kinematik mit allen vier Balken verbunden, die ebenfalls drehbar gelagert sind und somit den Scharwinkel anpassen. Der Strichabstand der Federzinken beträgt 15 cm, die Rahmenhöhe 55 cm.

Die Arbeitsbreite reicht von 6 bis 12 m. Alle Modelle werden im Dreipunkt angebaut. Für die 12 m breite Version soll laut Horsch ein 200 PS starker Traktor genügen. Statt einer Walze im Heck sorgen Stützräder vorne und hinten für die Tiefenführung. Den Abschluss macht ein zweireihiger Striegel, der für die Einebnung sorgt und Unkrautwurzeln an die Oberfläche holen soll. Beide Striegelreihen sind gemeinsam in der Tiefe einstellbar. Der Winkel ist an beiden Reihen separat zu verändern.

 

Kleines und großes Messer

Die Cultro startet mit einer 3 m kleinen und einer 12 m großen Variante.

Ebenfalls eine neue Baureihe stellt die Messerwalze Cultro TC dar. Durch die beiden Messerwalzen-Reihen soll sie eine kurze Schnittlänge erzielen. Zudem sind die Messer in den beiden Reihen unterschiedlich gewendelt, was einen Kreuzschnitt ermöglicht. Je Welle sind sechs Messerreihen angeschraubt. Die Messer selbst sind kurz, mehrfach geschraubt und liegen an der Welle an. So soll die Cultro auch bei hohen Fahrgeschwindigkeiten oder bei Steinbesatz eine hohe Stabilität behalten. Zur Markteinführung ist die Cultro TC in zwei Ausführungen erhältlich: Die 3 m breite Variante wird im Dreipunkt gefahren. Dabei besteht die Wahl zwischen einer Version für den Frontanbau ohne Packer, die sich zum Beispiel mit der Kurzscheibenegge Joker CT kombinieren lässt. Eine weitere Option ist der Heckanbau mit Packer. Dabei steht das gesamte Packer-Programm der Joker CT zur Auswahl.

Die gezogene Cultro TC mit 12 m Arbeitsbreite und neuem Rahmenkonzept überträgt das vollständige Maschinengewicht auf die Walze. Die einzelnen Walzensegmente sind in 3 m breite Abschnitte unterteilt, die für eine bessere Bodenanpassung einzeln aufgehängt sind. Jedes Segment ist separat überlastgesichert und kann einzeln nach oben ausweichen. Die Maschine kann mit einem Packer oder einem Schwertstriegel ausgerüstet werden. Letzterer bietet sich vor allem an, wenn viel organisches Material verteilt werden soll. Vor den Messern kann die Cultro mit einer Crossbar bestückt werden, was ihr Einsatzspektrum auf die Saatbettbereitung ausweitet. Horsch gibt für die Cultro Fahrgeschwindigkeiten bis 20 km/h an. Die 12 m breite Version soll mit einem 200 PS-Traktor zu fahren sein. Weitere Arbeitsbreiten sollen laut Horsch 2020 kommen.

 

Update für die Pronto

Das PowerDisc-Schar soll speziell auf groben Böden seine Stärken ausspielen.

In der Sparte Drillsaattechnik will Horsch die Präzision weiter erhöhen. Das soll zum Beispiel durch die Singularsaat (also die Einzelkorn-Drillsaat), durch RowControl (Section Control) bis hinunter zur einzelnen Reihe oder durch automatische Regelsysteme für den Schardruck oder die Sätiefe geschehen. Letztere will Horsch auf der Agritechnica zeigen. Was die Scharform betrifft, gibt es nunmehr drei Scheibenschare (TurboDisc, PowerDisc und SingleDisc), aufgeteilt auf die Baureihen Pronto, Express, Serto und Avatar sowie die Zinkensämaschine Sprinter. Horsch baut zudem die Kreiselegge als Vorwerkzeug für die Aussaat nach unten und oben aus (3 bis 9 m).

Die wohl meist verkaufte Sämaschine von Horsch ist die Pronto – von ihr sollen laut Firmenangaben über 20.000 Maschinen im Einsatz sein. Dennoch macht auch vor ihr die Entwicklung nicht Halt. Neben dem bekannten TurboDisc-Schar ist künftig ein mittels Parallelogramm geführtes Doppelscheibensäschar erhältlich. Dieses sogenannte PowerDisc-Schar soll etwas träger reagieren, was vor allem bei einem groben Saatbett auf schweren Böden vorteilhaft ist. Die Schare sollen Kluten nicht so leicht nach oben ausweichen können und damit die Sätiefe konstanter halten. Laut Horsch flossen die Erfahrungen aus der Maestro Einzelkorntechnik in die Konstruktion des PowerDisc-Schars ein. Wie beim bekannten TurboDisc-Schar laufen beim Einsatz in der Pronto jeweils zwei Säschare hinter einem Reifen des Packers. Eine weitere Neuheit für die Pronto und andere Drillsämaschinen will Horsch Mitte September vorstellen.

Verfügbar ist nun auch der SectionControl Verteilerturm RowControl mit Einzelreihenabschaltung für die Baureihen Pronto und Express. Damit können Saatgut eingespart und Fahrgassen individuell angelegt werden. Mit dem I-Manager führt Horsch schrittweise ein neues Isobus-Bedienkonzept ein. Nach der Einführung in der Spritzenbaureihe Leeb LT hat Horsch diese intuitive Bedienlogik nun für die Sätechnik-Sparte optimiert und erweitert. Der I-Manager soll künftig für alle Sämaschinen von Horsch verfügbar sein.

 

Neues Zinkenschar am Focus

TurboEdge heißt das neue Zinkensäschar für den Focus.

Für die Strip Till-Sämaschine Focus TD bietet Horsch nun neben dem TurboDisc-Scheibenschar das neue TurboEdge Zinkensäschar an. Dieses soll bei Reihenabständen von mehr als 25 cm vor allem auf schweren Böden oder bei vielen Ernterückständen eine bessere Saatgutablage von Raps und Bohnen ermöglichen. Anstelle der Einebnungsscheiben vor dem Packer ist ein neues Werkzeug zum Krümeln erhältlich. Auf mittleren und schwereren Böden sorgt dieses für zusätzliche Feinerde im Sästreifen. Dieses aus Querstegen bestehende Rad soll durch sein offenes Design und den kleinen Durchmesser groben Boden sicher zerkleinern und eine gute Selbstreinigung aufweisen.

Die MiniDrill mit 400 l Tankvolumen ist künftig auch für den Focus erhältlich. Damit kann eine dritte Komponente ausgebracht werden. Bei der Rapsaussaat kann mit der MiniDrill das Rapssaatgut dosiert und die beiden Haupttanks für Dünger genutzt werden. Das erhöht die Flächenleistung des Focus laut Horsch um 40 %. Ansonsten können mit der MiniDrill auch Untersaaten oder Schneckenkorn ausgebracht werden.

 

Einzelkornsaat: Präziser und variabler

Die Maestro RV zusammen mit dem Fronttank Partner 2000 FT.

Die Präzision will Horsch auch in der Einzelkornsätechnik weiter vorantreiben. So werden bereits über 50 % der Maestro-Maschinen mit der automatischen Schardruckregelung AutoForce verkauft. An den Reihen soll die Vielfalt an Werkzeugen zum Öffnen und Schließen der Furche und für die Düngung weiter steigen. Eine neue Highspeed-Maestro X will Horsch auf der Agritechnica vorstellen. Zur ebenfalls neuen Maestro V verriet Horsch schon nähere Details: Die Maestro CV ist die Nachfolgerin der Maestro CC. Sie bietet die Möglichkeit, einen Zentraltank für Saatgut und Dünger zu nutzen oder wie bisher einen großen Düngertank und einzelne Saatgutbehälter. Die Größe des Zentraltanks beträgt 2.200 l für Dünger und 800 l für Saatgut. Wenn der Zentraltank nur für Dünger genutzt wird, fasst er 3.000 l Dünger und 70 l Saatgut pro Reihe.

Die Säkörper sind nun ebenfalls mittels Klemmprofil am Rahmen fixiert. So soll man die Anzahl der Reihen leicht von 12 auf 8 umbauen oder den Abstand verändern können. Auch eine 9-reihige Version ist verfügbar. Der Dünger wird bei der Maestro über ein separat in der Tiefe geführtes Einscheibendüngerschar ausgebracht. Dieses ist an der Reiheneinheit befestigt und somit auch beim Verändern der Reihenabstände einfach in der Handhabung. Der Vakuum-Dosierer namens AirVac ist komplett neu entwickelt und soll einfach einstellbar sein. Der Abstreifer muss nicht mehr extra eingestellt werden. Es bleibt also die Wahl der richtigen Dosierscheibe und des passenden Unterdrucks (auch während der Fahrt). Der Antrieb erfolgt weiterhin elektrisch, um Technologien wie SectionControl und VariableRate bis zur Einzelreihe nutzen zu können. Künftig sollen neben den bisher üblichen Einzelkorn-Kulturen Mais, Zuckerrübe, Sonnenblumen, Soja und Raps auch weitere Kulturen, wie zum Beispiel Bohnen- und Erbsenarten dosiert werden können. Auch damit will Horsch wohl einen weiteren Schritt in Richtung Bio- und Hybrid-Landwirtschaft gehen, die mit vielfältigeren Fruchtfolgen arbeiten.

Maestro RV heißt die Dreipunkt-Variante. Sie verfügt weiterhin über einen Saatgutbehälter pro Reihe. Die Zufuhr des Düngers erfolgt über einen Fronttank, zum Beispiel über den neuen Horsch Partner 2000 FT. Er ergänzt den weiterhin erhältlichen Partner 1600 FT. Der Tank fasst insgesamt 2.200 l, aufgeteilt auf zwei Kammern mit je einer eigenen Dosiereinheit. Der Partner 2000 FT ist in zwei Varianten erhältlich: Einmal sind die Kammern im Verhältnis 60:40 aufgeteilt, zum Beispiel für Saatgut und Dünger oder zwei verschiedene Düngersorten. Alternativ ist eine Aufteilung im Verhältnis 75:25 zu haben. Die größere Kammer ist dann für Dünger oder Saatgut gedacht, die kleinere für Mikrogranulat. Dann sind ein Standard- und ein Mikrogranulat-Dosiergerät verbaut (statt zwei Standarddosierern wie bei der 60:40-Variante). Der optionale Reifenpacker für den Partner 2000 FT ist passiv gelenkt.

 

Neue Ideen im Pflanzenschutz

(Fast) alles neu ist an der Selbstfahr-Spritze Leeb PT.

Nicht zuletzt der Pflanzenschutz wird immer mehr in Richtung einer noch höheren Präzision gedrängt. Horsch hat dafür mehrere Lösungen parat. Dazu gehören die Einzeldüsenschaltung, die Anpassung der Ausbringmenge bei Kurvenfahrten, die Durchflusskontrolle an den Düsen sowie die Spritzkegelüberwachung. Die individuell steuerbare Ausbringmenge an jeder einzelnen Düse ist laut Horsch in Vorbereitung.

Eine Idee in Richtung Hybrid-Landwirtschaft kam laut Horsch aus der Praxis: Die optimalen Zeitpunkte eines Hackdurchganges mit einer kombinierten Bandspritzung passen meist nicht zusammen. Daher sollte eine Horsch Spritze nur die 20 cm breiten Bänder mit den Kulturpflanzen behandeln. Ein GPS- oder Kamera-System steuert die Lenkachse der Spritze. Zu einem späteren Zeitpunkt folgt ein üblicher Hackdurchgang zwischen den Reihen.

Was die gezogenen und selbstfahrenden Spritzen selbst betrifft, will Horsch das Programm weiter ausbauen. Dazu gehört zum Beispiel eine 12.000 l fassende Anhängespritze mit Tandemachse. Ein Problem in dieser Kategorie sind negative Stützlasten bei einer leer werdenden Spritze und Bergauffahrt. Die Lösung von Horsch ist ein System aus zwei Tanks, bei dem zuerst der hintere Tank leer gespritzt wird. Diese Maschine will Horsch auf der Agritechnica zeigen.

Die neue Selbstfahr-Spritze Leeb PT war dagegen bereits bei der Neuheiten-Präsentation am Sitzenhof zu sehen. Sie wurde von Grund auf neu entwickelt, einzig die Gestängesteuerung BoomControl ist bereits bekannt. Die Gestänge sind bis 42 m breit, bei bis zu 42 Teilbreiten. Der Edelstahl-Behälter fasst 8.000 l. Alternativ ist ein 6.000 l großer PE-Tank erhältlich. Die Edelstahlkreiselpumpe weist eine Befüllleistung von 1.000 l/min auf. Das ComfortDrive Fahrwerk mit Zentralrahmen und hydropneumatisch gefederter Einzelradaufhängung mit aktiver Niveauregulierung ist ebenso neu entwickelt. Der neue Stufe 5 Motor im Leeb PT leistet 310 PS. In der neuen Kabine fällt besonders die ebenso neue Bedienarmlehne ErgoControl auf.

 

Die Maschine im Internet

Horsch will seine Maschinen schon bald mit dem Internet verbinden (Internet of Things – Internet der Dinge). Basis dafür ist das SmartCan Modul, mit dem immer mehr Jobrechner auf den Maschinen ausgerüstet werden können. Künftig werden über SmartCan sämtliche Daten der Maschine ausgelesen und über WLAN ein Zugang zur Maschine hergestellt.

Der Landwirt kann mit seinem Smartphone und der MobileControl App auf diese Daten zugreifen. Die App gibt es für Geräte mit den Betriebssystemen Android (Google) und iOS (Apple). Mit der App kann der Kunde zum Beispiel Maschinenfunktionen wie das Abdrehen, Düsentests oder einen Reihentest bei der Maestro durchführen. In Zukunft sind damit auch drahtlose Software-Updates denkbar oder bei einer Fehlermeldung eine Ferndiagnose zusammen mit dem Händler. SmartCan ermöglicht laut Horsch auch die Übertragung von Telemetrie-Daten oder den Datenaustausch mit Farm Management Systemen. Zur Agritechnica soll das System bereits an den agrirouter angebunden sein.