AckerbauGute Struktur auch unter der Pflugsohle

Gute Struktur auch unter der Pflugsohle

Wenn Schadverdichtungen entstehen, so gehören diese aufgebrochen. Foto: Landpixel

Bodenstruktur, Bodenart, Verdichtungen, Verschmierungen, Nährstoffversorgung und Bodenwasser – die Wurzelentwicklung der Kulturpflanzen hängt von vielen Faktoren ab. Vor allem aber der Anteil an der Gesamtpflanze ist dabei nicht unerheblich. So macht bei Mais der Wurzelanteil zwischen 20 und 30 % der Gesamtbiomasse aus und ist vor allem in trockenen Jahren für eine gute Wasserversorgung der Pflanze essentiell. Während in Jahren mit ausreichender Niederschlagsverteilung ein Wurzeltiefgang von 20 bis 25 cm ausreicht, sollte die Wurzel in trockenen Zeiten ungehindert auch in tiefere Schichten vordringen können.

 

Volumen erhalten

Die Maßzahl für das pflanzenverfügbare Wasser ist die „nutzbare Feldkapazität“. Also jene Wassermenge, die ein Boden entgegen der Schwerkraft halten kann und die auch von den Pflanzen genutzt werden kann. Dieses Wasser ist in den engen Grob- und in den Mittelporen. Diese sind besonders in Schluffböden enthalten, während Sandböden hier im Nachteil sind. Es ist wichtig die engen Grobporen und die Mittelporen zu erhalten und nicht zu beeinträchtigen. Hierfür sind Verdichtungen durch zu hohe Achslasten oder Verschmierungen bei zu feuchter Bodenbearbeitung zu nennen. Auf diese Weise kann das potenzielle Wassernutzungs- und -speicherpotenzial nicht voll ausgeschöpft werden. Daher sollte jeder die Grundregeln des Ackerbaus, wie die Reduktion von Achslasten, eine Verminderung hoher Überrollhäufigkeiten, das Vermeiden von feuchtem Befahren und Bearbeiten der Böden, einhalten. Gerade das Jahr 2018 hat in der Steiermark gezeigt, dass eine hohe Wasserspeicherfähigkeit nicht automatisch einen hohen Ertrag bringt. Für ein gutes Pflanzenwachstum ist auch ausreichend Luft von Nöten. Anders als beim Wasser, sind schluffreiche Böden nicht für ihre gute Luftversorgung bekannt. Dafür wäre ein höherer Sandanteil vorteilhaft. Auf die Bodenart hat man aber keinen Einfluss. Doch man kann versuchen sowohl die Luft- als auch die Wasserversorgung durch eine bessere Struktur zu bewahren. Das erreicht man durch die Einhaltung der Fruchtfolge, Bodenbearbeitung, Kalkung und – in einem überschaubaren Zeitraum nur in geringem Ausmaß – eine humusfördernde Wirtschaftsweise.