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Gute Aussichten am Schweinefleischmarkt

Foto: Shutterstock.com/Nataly Studio
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Der wachsende Schweinefleischbedarf in China hat in den vergangenen Wochen zu einem weltweiten Anstieg der Schweinepreise geführt (Abb. 1). An diesen Entwicklungen sollte sich laut EU-Marktexperten auch in den kommenden Monaten nicht viel ändern. Die EU wird bis Jahresende um etwa 20 % mehr Schweinefleisch als im Jahr 2018 exportieren. Das schätzt die EU-Kommission in ihrer aktuellen Herbstprognose.

Grund dafür ist die sich weiter ausbreitende Afrikanische Schweinepest (ASP) in China. Die EU-Analysten erwarten, dass die Produktion von Schweinefleisch in der Volksrepublik um 20–35 % einbrechen wird. Die Schweinepopulation hatte sich in China zum Stand Juli 2019 aufgrund der ASP bereits um ein Drittel reduziert. Marktexperten schätzen, dass der dortige Schweinebestand sogar um bis zu 50 % zurückgehen könnte. Bis zum Jahresende und auch im kommenden Jahr erwartet die EU-Kommission daher eine noch weitere Steigerung der Fleischnachfrage aus China. In diesem Jahr hat China aber nicht nur in der EU, sondern bei allen seinen Haupthandelspartnern mehr Schweinefleisch geordert (Abb. 2). Auch den USA und Kanada gelang es, ihre hohen Exportmengen aus dem Jahr 2016, trotz geltender Handelsrestriktionen, zu übertreffen.

Die ASP grassiert zudem in anderen südostasiatischen Ländern wie Myanmar, Südkorea und den Philippinen. Südkorea und die Philippinen sind aktuell die dritt- bzw. viertwichtigsten Handelspartner der EU für Schweinefleischprodukte. Die Seuche breitet sich auch in Vietnam weiter aus. Dessen Schweinefleischimporte aus der EU sind in den ersten sieben Monaten dieses Jahres um 36 % angestiegen.