ForstGegen den Borkenkäfer ankämpfen

Gegen den Borkenkäfer ankämpfen

Der Buchdrucker ist rund 5 mm groß und befällt vorrangig ältere, geschwächte Fichten. Bei hohem Populationsdruck geht er auch auf gesunde Bäume über. Foto: D. Kucharski K. Kucharska/shutterstock.com

Borkenkäfer verursachen seit Jahren beträchtliche Schäden in den Wäldern, mit steigender Tendenz. In Österreich wurden in den vergangenen 25 Jahren bis zu zwei Drittel der Holzmenge aufgrund von Kalamitäten geerntet. Ein großer Teil dieses Kalamitätsholzes entfällt dabei auf Käferholz oder fällt aufgrund von Folgeschäden nach Borkenkäferbefall an. Die Witterung der letzten Jahre war mit ihren trockenen und heißen Perioden geradezu ideal für die gefürchteten Forstschädlinge. Dazu kommen vermehrt Windwürfe und Schneebrüche, die einen optimalen Nährboden für die Borkenkäfer liefern. In Zahlen ausgedrückt führte das in der Saison 2017 österreichweit zu einer Käferholzmenge von rund 3,5 Mio. Festmeter. – Das bedeutete einen Anstieg von 34 % im Vergleich zum Jahr 2016. Im Jahr 2018 erreichte der Befall durch Borkenkäfer an der Fichte einen neuen Höhepunkt. Die angefallene Menge an Käferholz wird für das vergangene Jahr auf mehr als 4 Mio. Festmeter geschätzt. Aufgrund der Wetterkapriolen der letzten Monate muss man sich als Waldbesitzer auch in diesem Jahr auf einen starken Borkenkäferbefall einstellen.

Buchdrucker und Kupferstecher
Es gibt auch Borkenkäferarten, die an Kiefern, Lärchen, Tannen und einigen Laubbaumarten Schäden verursachen. In unseren Wäldern sind die bedeutendsten jedoch die Fichtenborkenkäfer Buchdrucker (Ips typographus) und Kupferstecher (Pityogenes chalcographus). Unter normalen Bedingungen tragen natürliche Feinde des Borkenkäfers wie beispielsweise der Specht, die Schlupfwespe, der Ameisenbuntkäfer oder Pilze entscheidend zum natürlichen Gleichgewicht im Wald bei. Zudem können starke, vitale Bäume Angriffe weniger Käfer durch ihr Harz vorerst selbst bekämpfen. Herrschen jedoch günstige Rahmenbedingungen für den Borkenkäfer