AckerbauFrutura: nachhaltige Verpackung spart CO2-Emissionen ein

Frutura: nachhaltige Verpackung spart CO2-Emissionen ein

Frutura nachhaltige Verpackung Beispiel
Frutura Bio-Äpfel beim Abpacken
Quelle: Philipp Platzer

Tomaten, Gurken, Paprika und Melanzani ganzjährig in Österreich hergestellt – das schreit förmlich nach massig CO2-Ausstoß. Dass es nicht so sein muss, beweist Obst- und Gemüseproduzent Frutura aus Bad Blumau. Statt die Gewächshäuser nämlich mit Erdgas zu beheizen, verwendet man Thermalwasser – eine buchstäblich naheliegende Lösung, die 28.000 Tonnen CO2 jährlich einspart. Mehr als ein I-Tüpfelchen aus Sicht des Klimaschutzes stellt auch die regionale Versorgung österreichischer Konsumenten dar. Inzwischen beliefert man täglich 1700 Spar-Märkte und versorgt damit hierzulande 1,3 Millionen Haushalte. Weniger Importe bedeuten freilich weniger Lkw-Kilometer – in Summe rund eine Million Kilometer pro Jahr.

Wie klimafreundlich diese Form der Gemüseproduktion ist, bestätigt auch das Bundesumweltamt. „Die Frutura Thermal-Gemüsewelt ist hierfür ein Vorzeigebeispiel“, verkündet Geschäftsführer Georg Rebernig und betont weiter: „Das Projekt wird sich langfristig rechnen, sowohl ökologisch als auch ökonomisch.“ Außerdem tragen laut Umweltbundesamt großangelegter Humusaufbau, neueste Glastechnik sowie modernste Heiz- und Lüftungstechnik zur überaus erfolgreichen Öko-Bilanz der Frutura-Gruppe bei.

Nachhaltige Verpackung: Bio-Avocado ohne Kunststofffolie

Ein Schwerpunkt in der Blumauer Thermal-Gemüsewelt und leuchtendes Beispiel für gelebten Klimaschutz ist indes die Entwicklung nachhaltiger Verpackungen. Als „first mover“ testet Frutura gemeinsam mit spezialisierten Maschinenbauern neue Methoden und führt dann erfolgreiche Entwicklungen im Echtbetrieb ein. Resultat daraus ist beispielsweise, dass Bio-Äpfel, Bio-Avocado oder Blumauer Spitzpaprika fortan nicht mehr in Kunststofffolie eingepackt im Supermarktregal liegen. Vielmehr sind Obst und Gemüse jetzt von einer Banderole aus Papier fest mit der Tasse verbunden. Damit nicht genug, ist es bei loser Ware gelungen, die Einlagen aus Plastik auf Holzschliff umzustellen. Im Sektor Mangos hingegen ersetzte man die Etiketten durch eine Lasergravur, während man bei Schnittkräutern den Kunststoffanteil der Verpackung deutlich senken konnte.

Unter dem Strich vermeidet Frutura durch innovative Verpackungen rund 40.000 kg Kunststoff bzw. Zellulosefolie und rund 2.000 kg Etiketten pro Jahr. Dies entspricht einer Reduktion von umgerechnet 80 Tonnen CO2. Schon in diesem Jahr will man dann den nächsten ökologischen Meilenstein setzen: Das gesamte Unternehmen peilt für 2021 vollständige CO2-Neutralität an. Ein regionales Aufforstungsprojekt soll dieses ambitionierte Ziel ermöglichen, die notwendigen Verhandlungen laufen bereits.