RindMilchviehFettqualität wird wichtiger

Fettqualität wird wichtiger

Milch von der Weide hat mehr “gute” Fettsäuren. Foto: Taferner

Von Edina SCHERZER und Andreas STEINWIDDER

Vor allem die Fettsäure-Zusammensetzung beeinflusst den Nährwert unterschiedlicher Lebensmittel. In unseren Regionen konsumieren
Menschen im Mittel deutlich zu viel an gesättigten Fettsäuren. Demgegenüber mangelt es an einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren.
Für die Gesundheit besonders bedeutende Formen der mehrfach ungesättigten Fettsäuren sind die Omega-3-Fettsäuren (Ω-3-FS) sowie die konjugierten Linolsäuren (CLA).
Ihnen wird eine vorbeugende Wirkung gegen Atherosklerose, Krebs und Diabetes Mellitus (Typ 2) sowie die Unterstützung des Immunsystems zugeschrieben. Die wichtigsten CLA-Lieferanten sind Milch- und Fleischprodukte von Wiederkäuern.

Fütterung sehr wichtig

Die Zusammensetzung des Fetts in der Milch wird zum größten Teil über die Fütterung beeinflusst. Hier spielt die Fettzusammensetzung
in der Ration eine entscheidende Rolle. Aber auch andere Rationsparameter wirken sich auf das Milchfett aus. Beispielsweise
verringern stärkereiche Rationen die Anteile an mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Aber auch sekundäre Futterinhaltsstoffe, wie sie
zum Beispiel in einigen Kräutern vorkommen, können zu Verschiebungen im Fettsäuregehalt der Milch führen. Auch wenn Kühe Körperreserven mobilisieren oder ölhaltige Ergänzungsfuttermittel erhalten, spiegelt sich dies im Milchfett wider. In Versuchen wurden auch gewisse genetische Effekte sowie Milchleistungs- und Laktationsstadiums-Einflüsse auf das Fett festgestellt.