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Feinkost vom Berg

Quelle: Numßen

Die „Kleine Farm“ liegt am Berg, ins steile Gelände gebaut. An ihr vorbei windet sich die Straße hoch Richtung Zürs. Gegenüber liegt der Bahnhof von Langen. Ich parke vor dem Hofladen, der Schnee knirscht. Eine Tür am Nebengbäude öffnet sich: „Kommen’S schnell rein!“ Acht Schritte sind es – von minus sechs Grad in wohlige 18 Grad. Ich stehe in einem kleinen Raum mit weiß getünchten Wänden und Betonfußboden. Tür zu. Die Wachteln piepsen, plustern sich auf, picken am Futterautomaten oder laufen im Stroh umher. Die zierlichen, weiß-bräunlich schimmernden Hühner sind quirlig.
Eine Wärmelampe taucht eines der 24 Abteile in rotes Licht. „Das sind die Jüngsten, sie sind gerade zehn Tage alt“, sagt Karin Battisti-Jochum. Karin ist gelernte Bankkauffrau, hat die „Kleine Farm“ 2008 von ihrem Vater übernommen. „Der hatte zwei Kühe, ein paar Ziegen und Schafe, ein Pony – leben kann man davon nicht.“ Paul und Karin verkauften die Tiere. „In Langen und Umgebung gab es damals keinen Betrieb mit Legehennen, also spezialisierten wir uns auf Hühner und Bodenhaltung. 2011 kamen Köche auf uns zu, fragten, ob wir es mit Wachteln versuchen könnten.“