AckerbauPflanzenschutzFachtag Landtechnik im Zeichen des Pflanzenschutz

Fachtag Landtechnik im Zeichen des Pflanzenschutz

Das Schloss Weinzierl war bereits zum dritten Mal Veranstaltungsort der Fachtagung Landtechnik. Foto. Ewald Luger, HBLFA Francisco Josephinum

Unter der Moderation von Anni Pichler von der oberösterreichischen Bauernzeitung erfuhren und diskutierten rund 180 Teilnehmer über die Möglichkeiten im modernen Pflanzenschutz: Was kann der modernere Pflanzenschutz, die Probleme mit Wirkstoffresistenzen, die aktuellen Entwicklungen in der Technologie der Pflanzenschutzgeräte aber auch bei der mechanischen Beikrautregulierung und in der Sensortechnik waren die Hauptthemen der Referenten.

 

Neue Herausforderungen

Nach einer Begrüßung durch den Leiter der Forschung am Francisco Josephinum Heinrich Prankl leitete der Generalsekretär Hans Mayrhofer in die Zielsetzung des Fachtags ein. Im ersten Block erläuterte Hubert Köppl von der Landwirtschaftskammer OÖ die Funktionsweise, die Möglichkeiten und auch die Herausforderungen des modernen Pflanzenschutzes. Auf das zunehmende Problem der Wirkstoffresistenzen ging Bodo Peters der Firma Bayer CropScience ein. Die Landwirte müssen hierfür mit möglichst vielen unterschiedlichen Maßnahmen eingreifen um dem Problem Herr zu werden.

Von l. nach r.: Helmut Edlinger, Robert Winkler, Hubert Seiringer, Roman Romstorfer, Anni Pichler, Franz Handler, Heinrich Prankl, Hans Mayrhofer; Foto: Ewald Luger, HBLFA Francisco Josephinum

Der Stand der Technik

Im zweiten Block wurde die neuen Entwicklungen eingegangen. Ernst Herbst von der Prüftechnik in Hirschbach in Deutschland, erläuterte die Entwicklungstrends bei Pflanzenschutzgeräten. Danach erörterte Christoph Berndl von der Bildungswerkstatt die Potenziale der mechanischen Beikrautregulierung. Milan Hluchy von Biocont Laboratory aus Tschechien referierte über seine Erfahrungen mit alternative Methoden im ökologischen Pflanzenschutz. Peter Riegler-Nurscher von Josephinum Research zeigte Entwicklungstrends in der Sensortechnik auf und verdeutlichte dies u.a. an Hand von Kamerasystemen zur Unterscheidung von Nutzpflanzen und Beikräutern.

 

Aus der Praxis

Der dritte Block widmete sich den Praxiserfahrungen. Der Biobauer Hubert Seiringer berichtete über seine Erfahrungen im überbetrieblichen Maschineneinsatz bei Soja und Mais. Die Erfahrungen beim Einsatz von Steketee-Hackgeräten und auch die Zusammenarbeit mit dem Maschinenhersteller wurden von Roman Romstorfer von der Firma Agrom erörtert. Franz Handler vom Francisco Josephinum legte die Kostendegression mit zunehmender Fläche dar. Der Lohnunternehmer Helmut Edlinger präsentierte sein Angebot für den überbetrieblichen chemischen Pflanzenschutz und verwies dabei auch auf die Haftungsfragen. Den Abschluss bildete Robert Winkler vom Maschinenring NÖ mit einem Ausblick auf die Potenziale im Pflanzenschutz durch die Digitalisierung.