ForstEnorme Schadholzmenge für 2019 erwartet

Enorme Schadholzmenge für 2019 erwartet

Ganze Waldbestände können absterben, wenn die Borkenkäfer nicht bekämpft werden. Foto: Nikolas_profoto/shutterstock.com

“Die Fangzahlen zeigen klar auf, dass wir mit einer gewaltigen Käferpopulation ins Jahr gestartet sind und daher mit einem noch größeren Schadholzanfall zu rechnen haben als im bereits desaströsen Vorjahr. Es ist daher die Aufgabe des heutigen Runden Tisches, der seit 2018 regelmäßig zusammenkommt, gemeinsam die Zukunft unsere Wälder zu sichern. In dieser Situation zeigt sich unser großer Standortvorteil, in Oberösterreich eine starke holzverarbeitende Industrie zu haben”, erklärte Agrarlandesrat Max Hiegelsberger. Er richtet seinen Appell an die gesamte Branche: “Wir brauchen weiterhin den Einsatz aller Beteiligten. Die Waldbauern sind aufgerufen, die Bohrmehlsuche konsequent weiter zu betreiben und befallene Stämme schnellstmöglich aus dem Wald zu bringen. Die Sägeindustrie ist aufgerufen, den Einschnitt heimischen Holzes weiterhin möglichst zu maximieren, um die rasche Abfuhr aus den Wäldern zu ermöglichen. Gleichzeitig bemühen wir uns seitens des Landes, mit Nasslagern den angespannten Markt zu entlasten.”

Keine zusätzliche Holzernte
“Eine derartige Ausnahmesituation wie 2019 hatten wir schon seit Jahrzehnten nicht mehr. Die Landwirtschaftskammer (LK) bemüht sich daher in der Beratung weiterhin, die Bauern zur Suche nach befallenen Stämmen und zur Aufarbeitung dieses Holzes zu motivieren. Darüber hinaus sollte aber absolut keine Holzernte erfolgen, um die angespannten Märkte nicht noch mehr zu belasten. Das befallene Holz muss aber raus aus dem Wald”, appelliert LK-Präsident Franz Reisecker. Aufgabe der gesamten Branche sei es nun, Nasslager einzurichten, um dadurch den finanziellen Schaden für die Waldbauern möglichst klein zu halten. “Und trotz der aktuell schwierigen Lage muss auch an das Aufforsten gedacht werden, um die Wälder in Oberösterreich zu erhalten”, so der bäuerliche Interessenvertreter.