LandtechnikAckerbautechnikDüngerstreuen: Amazone bietet Grenzstreurechner

Düngerstreuen: Amazone bietet Grenzstreurechner

Düngerstreuen Amazone AutoTS Grenzstreusystem Grenzstreurechner
AutoTS soll effizienteres Düngerstreuen ermöglichen. Mehrerlöse lassen sich nun mit dem neuen Grenzstreurechner ermitteln.
Quelle: Hersteller

Für das Düngerstreuen an Feldgrenzen verfügen Amazone Düngerstreuer seit Längerem über das scheibenintegrierte Grenzstreusystem Auto-TS. Nun gab Amazone bekannt, dass man hierfür mit dem neuen Online-Grenzstreurechner ein praktisches Tool anbiete, um den Mehrerlös gegenüber anderen Grenzstreusystemen zu ermitteln. Dieses sei ab sofort online in sieben verschiedenen Sprachen erhältlich.

Mehrerlöse mit Grenzstreurechner ermitteln

Laut Hersteller sollen im Flächenrandbereich mit anderen Grenzstreuverfahren lediglich 68 Prozent des durchschnittlichen Flächenertrages zu erreichen sein. Das Amazone-System Auto-TS könne in diesem Segment aber bis zu 85 Prozent erzielen. Dies habe ein mehrjähriger Praxisversuch ergeben. Mit dem neuen Grenzstreurechner sollen sich die zu erzielenden Mehrerlöse nun sehr anschaulich darstellen lassen. Dafür geben Landwirte ihre Daten entsprechend in die Eingabemaske ein und sehen dann unter dem Strich, wie viel Mehrerlös pro Jahr mit dem Amazone-System möglich sei.

So sieht die Eingabemaske des Grenzstreurechners aus.
Quelle: Screenshot

Effizienter Düngerstreuen: So funktioniert Amazone AutoTS

Im Prinzip funktioniert Auto-TS einfach. Auf der Streuscheibe sind sowohl eine lange als auch eine kurze Schaufel montiert, welche die beiden Modi Normalstreuen und Grenzstreuen ermöglichen. Landwirte können dann bei Bedarf aus der Fahrerkabine zwischen den Grenzstreuverfahren Randstreuen, Grenzstreuen und Grabenstreuen wählen. Grenzt beispielsweise das zu bearbeitende Feld an eine Ackerfläche mit ähnlicher Kultur an, kann mittels Randstreuen 100 Prozent der Ausbringmenge bis an den Feldrand ausgebracht werden. Befindet sich hingegen eine Straße direkt an der Feldgrenze, wechselt man einfach auf Grenzstreuen. Hier reduziert sich die maximale Wurfweite auf die Distanz Feldgrenze.

 

Das Herzstück von Auto-TS: die Streuscheibe mit kurzer und langer Schaufel.
Quelle: Hersteller

Mehrjährige Praxisversuche

In mehrjährigen Praxisversuchen hat Amazone das Grenzstreusystem getestet. Hierbei habe man in großangelegten Feldversuchen künstliche Feldgrenzen in Flächen angelegt, um den Einfluss von Randfaktoren wie Beschattung, mehrjährige Unterdüngung oder die Konkurrenz um die Ressource Wasser durch Hecken und Bäume zu minimieren. Bei diesen Versuchen habe Amazone das System mit anderen Grenzstreuverfahren unter Praxisbedingungen verglichen. Aus den Ertragsergebnissen gehe hervor, dass es bei den Versuchen auf den äußeren 5 Metern der Parzellen einen signifikanten Unterschied zwischen den Grenzstreuvarianten gebe.

Mehr zum Thema effizientes Düngerstreuen: Amazone stellt My-Spreader-App vor