LandlebenFamilie„Die Frauen in der Landwirtschaft sind das Rückgrat der bäuerlichen Familienbetriebe.“

„Die Frauen in der Landwirtschaft sind das Rückgrat der bäuerlichen Familienbetriebe.“

Landesbäuerin Annemarie Brunner bekräftigt die Frauen in der Landwirtschaft, sich auch politisch zu engagieren. Foto: OÖ Bauernbund

„Die Bäuerinnen sind die große Stütze für die landwirtschaftlichen Betriebe, sie sind die Seele der Familienbetriebe“, so die Landesbäuerin Annemarie Brunner anlässlich des Weltfrauentages. „Die Bäuerinnen sind häufig Initiatorinnen und Umsetzerinnen neuer Ideen und Projekte. Sie treffen zusammen mit ihren Partnern die wichtigsten Betriebsentscheidungen und stehen einer stetigen Weiterentwicklung sehr aufgeschlossen gegenüber.“ Ein intakter ländlicher Raum lebt von der Kreativität und dem Engagement von Frauen. Mit ihrem Engagement tragen sie wesentlich zu lebendigen Dorfgemeinschaften bei. Derzeit sind die Bäuerinnen am Land in den kommunalen und agrarischen Gremien noch nicht ausreichend vertreten. „Ich appelliere daher an die Bäuerinnen, sich aktiv in die Interessensvertretungen einzubringen“, so die Landesbäuerin.

 

Bäuerinnen als Botschafterinnen der Landwirtschaft

Die Frauen in der Landwirtschaft sind das Rückgrat der bäuerlichen Familienbetriebe und die zentrale Anlaufstelle zwischen Betrieb, Haushalt und Familie. “Die Bäuerinnen sind die authentischsten Botschafterinnen für bäuerliche Familienbetreibe. Ein Großteil der Betriebe wird partnerschaftlich geführt und bereits rund 40 Prozent der österreichischen Bauernhöfe werden von Frauen allein gemanagt werden. Dieser hohe Frauenanteil in der landwirtschaftlichen Produktion soll künftig verstärkt in der Öffentlichkeitsarbeit genutzt werden, um das Bild der Landwirtschaft positiv zu beeinflussen“, betont Landesbäuerin Brunner.

Landflucht ist zunehmend weiblich

Dem ländlichen Raum kommen in zunehmendem Maße die Frauen abhanden, vor allem in der Altersgruppe der 20- bis 29-Jährigen wurden in vielen Orten deutlich mehr junge Männer als Frauen gezählt. Wenn der jüngere und unternehmungslustigere Teil der Bevölkerung abwandert, ist es kein Wunder, wenn auf dem Land Pessimismus entsteht. „Ein intakter ländlicher Raum lebt daher vom Engagement der Frauen. Sie prägen und gestalten dort die neue Vielfalt“, so Brunner. Eine Möglichkeit, dem entgegen zu wirken, ist die Kinderbetreuung in den ländlichen Regionen auszubauen um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern. „Kinderbetreuung muss vor Ort stattfinden, ich stehe dabei auch gemeindeübergreifenden Projekten sehr positiv gegenüber um Strukturen und Synergien optimal zu nutzen“, so die Landesbäuerin.