SchweinDie europäische Schweinebranche ist im Wandel

Die europäische Schweinebranche ist im Wandel

Matz Beuchel, Analyst bei der niederländischen Rabobank, wagte im Rahmen des Kongresses der europäischen Schweinebauern in Landshut einen Blick in die Zukunft der Schweinebranche. Er kann dabei einen Wandel der Branche erkennen. Um die zukünftige Position des europäischen Schweinefleischsektors zu verstehen, hat er die langfristigen Veränderungstreiber der Branche angesehen. Abgesehen von den kurz- und mittelfristigen Marktschwankungen sieht die Rabobank drei Hauptthemen, die eine Veränderung bewirken. Dies sind laut Beuchel geopolitische und Biosicherheitseinflüsse auf den Handel, die Veränderung der Verbraucherwünsche sowie Innovation und Technologie. Durch Analyse der globalen Perspektive des tierischen Eiweißkonsums ergeben sich auch Rückschlüsse auf die regionalen Perspektiven. Bevölkerungswachstum und höhere Einkommen bleiben wichtige langfristige Triebkräfte. In den letzten zehn Jahren hat der zunehmende Verbrauch von Schweinefleisch in China, die Handelsströme von Nordamerika, Brasilien und der EU geprägt. Die anhaltenden Ausbrüche der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in China verändern diese Dynamik, berichtet Beuchel. Während die USA eine Rekordmenge an tierischem Eiweiß produzieren, steht das Land infolge des Handelskrieges mit China vor einem Zollhindernis. Gleichzeitig steht die EU in den östlichen Mitgliedstaaten und in Belgien vor einer eigenen ASP-Herausforderung. Beuchel sieht die langfristige Marktposition in der europäischen Schweinebranche in einem Führungsanspruch bei Wissen und Innovation. Dies sind strategische Ziele, die in Zukunft verfolgt werden müssen, um eine erfolgreiche Position auf dem Markt zu erreichen. „Alternative Proteine sind im Steigen – es ist wichtig, das zu wissen!“, so Beuchel.