AckerbauPflanzenschutzDie ersten Frühjahrsschädlinge sind aktiv

Die ersten Frühjahrsschädlinge sind aktiv

Foto: Agrarfoto

Laut dem Monitoring des Warndienstes der Landwirtschaftskammern Österreich sind die ersten Rapsschädlinge bereits aktiv. Im niederösterreichischen Maissau wurden am 17.2.2019 ein Rapsstängelrüssler und 16 gefleckte Kohltriebrüssler entdeckt. Die Warndienstseite ist somit freigeschaltet und unter warndienst.at abrufbar.

 

Im Auge behalten

Behalten Sie Ihre Rapsfelder im Auge und stellen Sie Gelbschalen auf. Auf jeder Feldseite sollte eine stehen. Wer es genau machen will, stellt auch auf den Rapsschlägen des Vorjahres eine Schale auf. Füllen Sie die Schale mit Wasser und geben Sie zusätzlich ein paar Tropfen Spülmittel dazu. Das senkt die Oberflächenspannung und die Insekten gehen unter.

 

3 Käfer am Tag

Josef Wasner von der LK Niederösterreich beschreibt die Schadschwelle der beiden Schädlinge in einer Fachinformation mit drei Käfern je Gelbschale und Tag beziehungsweise zehn Käfern in drei Tagen. Ist die Schadschwelle überschritten, so ist eine Bekämpfung mit einem Pyrethroid und einem Netzmittel sinnvoll. Wasner betont dabei, dass man mit der Bekämpfung nicht zu lange warten soll. Sie müssen die Käfer noch vor der Eiablage erwischen. Die Larven fressen sich in die Pflanze ein und sind daher nicht mehr bekämpfbar.

 

Bor dazu?

Eine Beimengung von Bor ist möglich. Doch Achtung: Bor erhöht den pH-Wert in der Spritzbrühe. Die meisten Insektizide wirken am besten bei niedrigen pH-Werten um 5. Ab pH-Wert 8 wirken diese Mittel nicht mehr. Hans Gnauer von der LK Niederösterreich empfiehlt daher in einem Beitrag die Beimengung von Zitronensäure. Andernfalls sollten Sie Bor in einer separaten Überfahrt ausbringen.