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Der Weg zu besseren Milchpreisen

Die MEG Milch Board sowie die Teilnehmerorganisationen des Milchdialog fordern eine generelle Anhebung des Milchpreisniveaus in Deutschland um mindestens 15 Cent.
Quelle: Kevinsphotos/Pixabay

Nach den Protestaktionen von Landwirten im November 2020 signalisierte der deutsche Lebensmitteleinzelhandel Gesprächsbereitschaft hinsichtlich höherer Erzeugerpreise. Am Verhandlungstisch sitzen letztendlich jedoch die Molkereien. Über ihre Milcherzeugergemeinschaften (MEGs) und die Dach-MEGs sowie die gewählten Vertreter in den Genossenschaften können die Milchbauern Einfluss auf die Milchverarbeiter nehmen.

Vertragsgebundene Milchvermarktung mit fairen Konditionen

Frank Lenz ist Vorstandsvorsitzender der MEG Milch Board, einer im Jahr 2007 gegründeten Erzeugerorganisation der Milchbäuerinnen und -bauern in Deutschland.
Quelle: MEG Milch Board

Aus Sicht von Frank Lenz, Vorstandsvorsitzender der MEG Milch Board, sind folgende Schritte nötig, um höhere Preise umzusetzen:

  • Verträge aufmachen
  • Angleichung des Milchpreisniveaus an die Produktionskosten der Milcherzeuger/innen
  • Menge, Qualität und Lieferzeitraum müssen vor der Lieferung feststehen.

Lenz appelliert: „Der Schlüssel liegt in der Marktverantwortung der MEGs, Genossenschaftsvertreter und der Molkereien. Der Stein, der ins Rollen gekommen ist, darf nicht unkontrolliert ins Tal rasen, er muss gut gelenkt werden.“