ForstDen Wald optimal erschließen

Den Wald optimal erschließen

Eine Rückegasse kann beispielsweise zwischen zwei Beständen verlaufen. Möglich ist auch eine Gassenanlage entlang von Altersgrenzen im Bestand. Foto: Zettler

Unter dem Begriff Feinerschließung versteht man ein dauerhaftes Netz aus bestockungsfreien Fahrwegen, die einen Waldbestand erschließen und ihn an das mit LKW befahrbare Wegenetz anbinden. In Abhängigkeit von den Geländeeigenschaften gehören zur Feinerschließung Rückewege, Rückegassen aber auch Seiltrassen. Erst eine vollständige Waldinfrastruktur ermöglicht die nachhaltige Arbeit mit modernen Maschinen im Wald.

Rückegassen zählen zur Standarderschließung im flachen Gelände. Sie sind nicht befestigt, unbestockt und können nur mit Forstmaschinen befahren werden. Diese Gassen teilen den Wald in Zwischenfelder ein und machen dadurch eine flächige Befahrung des Waldes bei der Holzernte überflüssig. Bodenverdichtungen konzentrieren sich dadurch auf den Bereich der Gassen und Rückeschäden kommen nur an den Randbäumen vor. Ziel bei der Anlage von Rückegassen ist es – soweit es das Gelände zulässt – mit wenigen Laufmetern eine möglichst große Bestandesfläche zu erschließen.

Auf das Gelände eingehen

Falls noch nicht vorhanden, werden Rückegassen idealerweise im Abstand von 20 bis 40 m in Jungdurchforstungen angelegt. Die Breite der Rückegassen beträgt mindestens vier Meter. Besonders im Kleinprivatwald ist es aufgrund der geringen Flächengrößen und der oftmals komplizierten Ausformung der Flurstücke nicht immer einfach, ein regelmäßiges Raster in den Bestand zu legen. Haben Sie sich dazu entschieden, Ihren Bestand mit Rückegassen zu erschließen, empfiehlt es