RindRindermastCorona: Verlustausgleich für Landwirte kommt

Corona: Verlustausgleich für Landwirte kommt

Schweinehalter und andere landwirtschaftliche Bereiche sind Corona-bedingt besonders stark betroffen. Dafür soll es nun Unterstützung geben.
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Die Corona-Krise und die daraus folgende Schließung der Gastronomie und Hotellerie wirken sich besonders negativ auf etliche Agrarmärkte aus. „Schweinebauern und Weinwirtschaft sind sehr stark betroffen, große Verluste gibt es aber auch in anderen landwirtschaftlichen Bereichen”, berichtet Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) in einer Aussendung des Ministeriums. Nun sollen die betroffenen Landwirte mit dem sogenannten Verlustersatz unterstützt werden. Aufgrund der unterschiedlichen Betroffenheit soll der Verlust für die Betriebszweige einzeln pauschal berechnet werden. Übersteigt der pauschal errechnete Verlust eine bestimmte Höhe, werden 70 % des errechneten Verlustes als Zuschuss gewährt. Konkrete Voraussetzung ist ein Verlust von zumindest 30 % des Deckungsbeitrags im Zeitraum von Oktober 2020 bis März 2021 im Vergleich zu den gleichen Vorjahresmonaten. 70 Prozent des pauschal ermittelten Verlustes sollen als Zuschuss gewährt werden, berichtet das Landwirtschaftsministerium. Dabei handelt es sich um einen nicht rückzahlbaren Zuschuss. Für die Weinwirtschaft soll es ein eigenes Berechnungsmodell geben.

60 Mio. Euro Corona-Hilfe

Die Obergrenze liegt bei maximal 100.000 Euro für jeden landwirtschaftlichen Primärproduzenten. Die Abwicklung erfolgt mittels Antragstellung bei der Agrarmarkt Austria (AMA). Ab 15. Februar kann der Verlustersatz beantragt werden. Das Gesamtvolumen des Verlustersatzes für die Landwirtschaft beträgt laut Landwirtschaftsministerium 60 Mio. Euro. Laut Landwirtschaftskammer Oberösterreich wird diese Unterstützung für die bäuerlichen Betriebe durch Umschichtungen innerhalb des Agrarressorts ermöglicht. Nähere Informationen zur Antragstellung werden folgen.

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