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Brasilien stoppt Rindfleisch-Exporte nach China

Bei dem betroffenen Tier handelt es sich um einen atypischen Fall von BSE, der spontan aufgetreten kann. Foto: Archiv

Aktuell werten chinesische Behörden Details zu dem Vorfall aus, teilte das brasilianische Landwirtschaftsministerium mit. Während sich der Exportstopp gemäß einem bilateralen Protokoll zwischen den beiden Ländern auf China beschränkt, schätzt die Weltorganisation für Tiergesundheit das Risiko für Nutztiere als gering ein und lässt den Status von Brasilien unverändert.

Kein Zusammenhang mit Futtermittel

Laut dem Ministerium handelt es bei dem betroffenen Tier im Staat Mato Grosso um einen atypischen Fall der Bovinen spongiformen Enzephalopathie (BSE), der spontan aufgetreten sei und nicht mit der Aufnahme von belastetem Futtermittel in Zusammenhang stehe. Das Tier sei getötet und sein Kadaver verbrannt worden, betonte das Ministerium.

Größter Exporteur von Rindfleisch

Brasilien ist der weltweit größte Exporteur von Rindfleisch und Geflügel. Die Rindfleischexporte des Landes nach China beliefen sich in den ersten vier Monaten des laufenden Jahres auf insgesamt 442,3 Mio. USD (rund 395 Mio. Euro), das entspricht einem Anteil von 26% an der Gesamtsumme und laut Regierungsdaten einer Steigerung von über 16% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.