BioAcker und GrünlandBio-Silomaisanbau nach Klee

Bio-Silomaisanbau nach Klee

Quelle: Lehner

Bei Silomais nach Kleegras ist aus Gründen der Fruchtfolge, Unkrautbekämpfung und Bodengare in vielen Fällen der Pflug das Mittel der Wahl. Das hat den Vorteil, dass der Boden möglichst lange bedeckt ist, die Bodenlebewesen gefördet werden und Erosion und Nährstoffauswaschung entgegengehalten wird. Für den Umbruch empfiehlt sich ein Zeithorizont von 2 bis 3 Wochen vor der Aussaat. Wird vorher Kleegras geerntet, kann der Abstand auch verkürzt werden. Eine schnelle Bodenerwärmung sowie Nährstoffmineralisierung im Frühjahr sprechen für den Pflug. Auch Mulchsaaten bewähren sich bereits in der Praxis unter passenden Umständen.

Neben der Stickstofffixierung hat Kleegras als Vorfrucht den Vorteil, dass der Boden lange bedeckt ist, die Bodenlebewesen gefördert werden und Erosion und Nährstoffauswaschung entgegengehalten wird.
Quelle: Lehner

Einige Tage vor dem Anbau wird mit einer Saatbettkombination der Boden saatfertig gemacht. Je nach Unkrautdruck und Witterung kann dieser Vorgang auch einmal wiederholt werden, um bereits auflaufende Unkräuter auszuschalten. Lediglich bei schweren Böden ist der Einsatz einer Kreiselegge gerechtfertigt. Ein gleichmäßig feines Saatbett ohne große Kluten ist jedenfalls wichtig, da diese bei nachfolgenden Unkrautbekämpfungen Schäden an den Jungpflanzen verursachen können. Ziel ist ein grobes Saatbett, das oberflächlich die Verdunstung und Erosion verhindert, jedoch im Ablagehorizont des Korns einen gewissen Feinanteil aufweist.

Anbauzeitpunkt festlegen

Bei Bio-Silomais werden Bestandesdichten von 9 bis 11 Korn/m² ausgesät, dabei sind Striegel- und Hackverluste bereits eingerechnet. Wichtig beim Anbau mit einer Einzelkornsämaschine ist eine konstante Ablage in der Tiefe und Reihe sowie ein guter Bodenschluss durch Rückverfestigung. Schlechtes Wetter und geringes Nährstoff-Aufschlussvermögen kommen im biologischen Landbau noch mehr zum Tragen. Bauen Sie den Mais daher lieber später an. Um einen Befall mit Saatenfliegen entgegenzuhalten, braucht es einen raschen Aufgang durch Saat bei warmer und nicht zu feuchter Witterung. Grundsätzlich muss die Bodentemperatur mindestens 8 °C betragen, besser sind jedoch 10 °C. Daher empfiehlt es sich meist, den Anbau nicht vor der dritten April-Dekade zu planen. Ein späterer Anbautermin garantiert auch einen schnelleren Aufgang, außerdem haben die Maispflanzen dann gegenüber dem Unkraut einen Wachstumsvorteil und die Gefahr von Pilzbefall wird reduziert.

Wählen Sie die Saattiefe je nach Bodentyp. Sie liegt bei schweren Böden bei 3 bis 4 cm und bei leichten Böden bei 5 bis 6 cm. Bei leichteren Böden ist die Verfügbarkeit von Keimwasser ausschlaggebend, bei schweren Böden die rasche Erwärmbarkeit. Die Ablagetiefe spielt außerdem für das nachfolgende Blindstriegeln eine Rolle, sofern nicht bereits eine diesbezügliche Maßnahme vor der Aussaat durchgeführt wurde. Die Reihenweiten bewegen sich in einem Rahmen von 50 bis 75 cm. Wichtig ist, dass die Reihenweiten mit den Hackgeräten zur Unkrautbekämpfung übereinstimmen. Mais reagiert darüber hinaus sehr sensibel auf Staunässe.

Erosion vorbeugen

Als Hackfruchtkultur ist Mais sehr anfällig für Bodenabtrag bei starken Niederschlägen und speziell nach der Saat auch für Winderosion. Daher sollten Steillagen für den Mais-Anbau grundsätzlich nicht in Betracht gezogen werden. Bei geneigten Flächen ist der Anbau unbedingt in Schichtlinie durchzuführen. So können Sie