BioAus der KontrolleBio-Schlachtrinder: Behandlungen am Lieferschein vermerken

Bio-Schlachtrinder: Behandlungen am Lieferschein vermerken

Foto: MiQ/shutterstock.com

Frage: Wir haben eine Kuh zwei Tage vor Ablauf der doppelten Wartefrist nach einer Antibiotika-Behandlung verkauft. Obwohl wir dem Händler gesagt haben, dass es sich hier um einen konventionellen Tierverkauf handelt, hat er auf der Rechnung „bio“ vermerkt, weil wir bei ihm so gespeichert sind. Bei der Kontrolle kam es zu Problemen, was können wir tun?

 Antwort: Für den aktuellen Fall ist es zu spät, aber zukünftig sollten Sie Ihrem Viehhändler einen Lieferschein aushändigen, auf dem Sie neben der Nummer des Tieres auch dessen korrekten Status angeben und, falls notwendig, einen Hinweis auf noch zu durchlaufende Umstellungszeiten oder Wartezeiten aufgrund von Behandlungen. Das ist nicht nur bei Schlachttierverkäufen sinnvoll, sondern ebenso bei Zuchttieren. Damit geben Sie den Status des Tieres an und der Händler muss den von Ihnen angegebenen Status berücksichtigen. Im aktuellen Fall kann eine Auseinandersetzung schwierig sein, da Sie die Info auf die Wartezeit bzw. den konventionellen Status des Tieres offensichtlich nur mündlich gegeben haben. Andererseits kann der Händler nicht nachweisen (was er eigentlich müsste), dass er ein Wareneingangspapier hat, das ihm den Bio-Status des Tieres bestätigt.

Daher in Zukunft: Erstellen Sie einen Lieferschein, der sichert Sie im Streitfall ab. Gleiches gilt auch bei Anlieferung von Getreide in der Mühle oder Gras bei der Grünguttrocknung: Erstellen Sie einen Lieferschein, insbesondere bei U-Ware, damit Sie bei Vermischungen von A- und U-Waren nachweisen können, dass Sie Ihrem Abnehmer die Ware korrekt angeboten haben! Das Ganze funktioniert allerdings nur, wenn Sie einen Durchschlag oder eine Kopie des Lieferscheins zurückbehalten und abheften.

 

Dieser Beitrag ist Teil der LANDWIRT Bio-Rubrik „Aus der Kontrolle“. Mehr Tipps, worauf Sie bei der Bio-Kontrolle besonders achten müssen, finden Sie in der aktuellen LANDWIRT Bio-Ausgabe 2/2019. Bestellen Sie gleich ein Probeheft!