BioBio-MilchviehBio: Mehr ESL-Milch, weniger Rahm und Fruchtjoghurt

Bio: Mehr ESL-Milch, weniger Rahm und Fruchtjoghurt

Vor allem Trinkmilch ESL mit 3,5% Fettgehalt und darüber verzeichnete gegenüber 2017 ein starkes Produktionsplus. Foto: Archiv

Österreichs Molkereien haben im Vorjahr 568.363 t Biomilch verarbeitet, um 39.565 t mehr als 2017. Damit wurde jeder fünfte Liter Milch (genau 18%) biologisch produziert. Die heimischen Molkereien und Sennereien haben in fast allen Segmenten die Bioproduktion erhöht, bei Trinkmilch um etwa 5%. Vor allem Trinkmilch ESL mit 3,5% Fettgehalt und darüber verzeichnete ein starkes Produktionsplus um 10,4 Mio. kg gegenüber 2017. Begründet ist dies mit der verstärkten Absatz “länger frischer” Trinkmilch, die die Frischmilch immer mehr zurückdrängt hat.

Fruchtjoghurt geht zurück

Die Herstellung von Süßrahm und Sauerrahm wurde hingegen um rund 9% gedrosselt, wobei vor allem deutlich weniger Sauerrahm pasteurisiert mit über 29% Fettgehalt auf den Markt kam. Die Kategorie der angesäuerten und gesüßten Milchmischprodukte verzeichnete ein sattes Produktionsplus von 19% auf etwas mehr als 35 Mio. kg. Auch bei Naturjoghurt wurde die Erzeugermenge um 30,5% erhöht, was ebenfalls die Käufertendenzen widerspiegelt. Fruchtjoghurt verliert bereits seit Jahren an Beliebtheit, die Fertigung ging daher relativ stark zurück. Die hierzulande erzeugte Kefir-Menge wiederum erhöhte sich rasant – von unter 800.000 kg im Jahr 2017 auf über 2 Mio. kg. Die Produktionsmenge von Teebutter (3,8 Mio. t) und Butterzubereitungen sank ein wenig.Im Käsebereich kam es ebenfalls zu einer Mehrproduktion (+6,6% oder rund 2 Mio. kg). Auffällig dabei ist das große Produktionsplus bei Gouda, der zu den gefragtesten Käsesorten im In- und Ausland zählt.