BioBio-MarktBio-Getreidemarkt unter Druck

Bio-Getreidemarkt unter Druck

Foto: Agrarfoto

Der Markt für Bio-Getreide steht derzeit stark unter Druck. Vor allem bei Futtergetreide drückt die zu erwartende große Ernte an Umsteller-Ware die Preisaussichten. Verträge für Bio-Futtergetreide der kommenden Ernte werden derzeit kaum abgeschlossen, die Futtermühlen warten ab. Für viehhaltende Bio-Betriebe könnte es in diesem Jahr sinnvoll sein, die eigene anerkannte Bio-Ware zu vermarkten und für den eigenen Futterbedarf U-Ware für bis zu 30 % der Ration zuzukaufen. Weiterhin eine gute Nachfrage im Futterbereich besteht nach Ackerbohne und Futtererbsen. Hier ist das Angebot der begrenzende Faktor.

Bei Speisegetreide ist die Situation etwas angespannt, wenn auch auf niedrigerem Niveau als bei Futtergetreide. Bei Weizen sind noch Mengen verfügbar. Der Markt für Hafer, Roggen und Dinkel ist ausgeglichen. Hafer und Dinkel wurden im Winter etwas stärker nachgefragt. Bei Roggen entwickelte sich im Frühjahr eine etwas stärkere Nachfrage. Preislich erwarten Marktteilnehmer leichte Preisabschläge gegenüber dem Vorjahr. Bei Dinkel rechnet man mit stabilen Preisen, da eine kleinere Menge erwartet wird.

Tab.: Bio-Getreidepreise in Österreich und Süddeutschland

  von bis Tendenz
Bio-Futtergetreide € 270,– € 300,– fallend
Umstellungs-Futtergetreide € 230,– € 260,– fallend
Bio-Ackerbohne € 450,– € 500,– stabil
Umstellungs-Ackerbohne € 440,– € 480,– stabil
Bio-Körnermais € 300,– € 330,– fallend
Umstellungs-Körnermais € 240,– € 250,– fallend
Bio-Sojabohne € 670,– € 700,– stabil
Umstellungs-Sojabohne € 550,– € 600,– stabil
Bio-Erbse € 450,– € 500,– stabil
Bio-Dinkel € 350,– € 380,– stabil
Bio-Mahlweizen (12 % Protein) € 360,– € 380,– stabil
Bio-Roggen € 320– € 350,– stabil

Preise pro Tonne exkl. MwSt.

 

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