RindRindermastBilligfleisch aus Südamerika drückt Jungstierpreis

Billigfleisch aus Südamerika drückt Jungstierpreis

Mercosur-Staaten wie Argentinien dürfen durch das geplante Freihandelsabkommen mehr Rindfleisch und Geflügel in die EU liefern.
Quelle: shutterstock.com/Foto 4440

Europaweit herrscht derzeit keine einheitliche Entwicklung der Rinderpreise. Das Angebot an schlachtreifen Rindern fällt zu Beginn der laufenden Woche vor allem in Deutschland geringer aus als erwartet. Der Bedarf der Schlachtindustrie kann dementsprechend nur knapp gedeckt werden. Obwohl nach wie vor Impulse im Fleischhandel fehlen, steigt die Nachfrage in Deutschland etwas.

Österreichs Mäster spüren Druck aus Südamerika

In Österreich ist das Angebot bei Jungstieren etwas über der Vorwoche, die Nachfrage seitens des Lebensmitteleinzelhandels und des Großhandels ist etwas verhaltener. Vor allem bei Edelteilen herrscht aufgrund von billiger Importware aus Südamerika Druck auf die Preise. Die Jungstiernotierung tendiert leicht nach unten.

Bei Schlachtkühen ist das Angebot für die Jahreszeit auf einem normalen Niveau bei einer stabilen Nachfrage, die Preise notieren zur Vorwoche gleich. Schwach fettgedeckte Schlachtkühe sind preislich leicht verbessert. Die Abschläge für Fettklasse 1 wurden um € 0,05/kg reduziert.

Bei Schlachtkälbern trifft derzeit ein sehr großes Angebot auf eine verhaltene Nachfrage, die Preise tendieren leicht nach unten.

Preiserwartungen netto für Woche 07/2020 (10.02. – 16.02.2020)
Die angegebenen Basispreise sind Bauernauszahlungspreise (exkl. MwSt.) für Handelsklasse R2/3 ohne Berücksichtigung von Qualitäts- und Mengenzuschlägen! Die Veränderungen beziehen sich auf die Vorwoche, sofern nicht anders angegeben. Quelle: ARGE Rind

Jungstier HK R2/3 € 3,43 (-3 Cent gegenüber KW 5)

Kalbin HK R2/3 € 2,97

Kuh HK R2/3 € 2,18

Schlachtkälber HK R2/3 € 5,65 (-20 Cent)

Zu den Schlachtrinderpreisen der Vorwoche