ForstBiber: Baumeister der Artenvielfalt

Biber: Baumeister der Artenvielfalt

Der Biber besiedelt in Bayern mittlerweile alle Naturräume und alle Landkreise. Foto: Schwemmer

Torpedoförmiger Körper, ein wasserabstoßendes Fell, große, ständig nachwachsende Nagezähne, ein abgeplatteter Schwanz und verschließbare Ohren- und Nasenlöcher: Meister Bockert, wie der Biber auch genannt wird, ist für das Wasser und das Leben am Wasser gebaut. Biber sind monogame Nagetiere. Sie gehen eine lebenslange Ehe ein und werden zwischen 10 und 15 Jahre alt. Mit dem Nachwuchs des aktuellen und des vorigen Jahres lebt das Biberpaar im Familienverband zusammen. Es bekommt einmal im Jahr zwischen zwei und vier Junge, von denen wiederum nur jedes zweite das zweite Lebensjahr bis zum Abwandern erreicht..
Erst mit zwei Jahren werden die Biberjungen von ihren Eltern vertrieben. Dann ist es Zeit, in der Biberburg Platz für die nächste Generation zu schaffen. Die „Halbstarken“ müssen sich dann ein eigenes Revier und einen Partner suchen – was oft nicht einfach ist. Biber verteidigen ihre Reviere vehement! Oft führt ein Kampf zu schweren sich infizierenden Verletzungen, die nicht selten zum Tod führen. Dieses rigide Reviersystem schließt übrigens eine Übervermehrung des großen Nagers von Vornherein aus. Neben den innerartlichen Konflikten dürften viele Biber dem Straßenverkehr zum Opfer fallen. Auch spielen die genehmigten Fänge bzw. direkten Abschüsse eine große Rolle für den Bestand. Nach ihrer Ausrottung wurden Biber mit Genehmigung des Bayerischen Landwirtschaftsministeriums mit Beginn des Jahres 1966 wiederangesiedelt. In Bayern sind mittlerweile alle Naturräume und alle Landkreise besiedelt (ca. 6.500 Reviere mit geschätzten 22.000 Exemplaren). Die Rückkehr der Biber ist eine der großen Erfolgsgeschichten des Bayerischen Naturschutzes. Wo Biber bereits seit