Begleitsaat im Raps

Franz Winkelhofer ist mit seinem Raps sichtlich zufrieden.
Quelle: Böck

Das Surren der Mulcherwelle ist noch zu hören, als Franz Winkelhofer mit einem Satz aus der Traktorkabine springt. „Hab‘ gerade noch einen Teil der Biodiversitätsfläche gemulcht“, erzählt er und blickt dabei über den benachbarten Rapsschlag. „Mit dem Dreschen muss ich sowieso noch mindestens bis nächste Woche warten.“ Mit großen Schritten steigt er in den Bestand hinein und streift mit der klassischen Handbewegung prüfend über die noch leicht grünen Schoten. „Naja. Wahrscheinlich doch eher noch zwei Wochen.“ Franz Winkelhofer bewirtschaftet einen knapp 150 ha großen Betrieb in Rodingersdorf im Waldviertel. Der Raps ist ein Fixpunkt in der Fruchtfolge. „Bei uns wird mittlerweile immer weniger Raps angebaut“, erzählt der 39-Jährige. „Die Unsicherheiten durch die Trockenheit im Frühjahr, gepaart mit dem großen Aufwand, sind ein großes Problem.“ Winkelhofer versucht daher den Aufwand auf ein Minimum zu reduzieren – speziell wenn es um den Pflanzenschutz geht. Fungizide und Insektizide werden nur eingesetzt, wenn es wirklich notwendig ist. „Dieser Raps hat gar kein Fungizid gesehen“, erklärt der Waldviertler und öffnet dabei mit beiden Händen den Bestand, um die Stängel zu begutachten: „Dafür musste ich im Herbst einmal gegen den Erdfloh und im Frühjahr einmal gegen den Stängelrüssler ein Insektizid spritzen.“ Im Vorjahr hingegen behandelte er den Raps nur einmal gegen den Rapsglanzkäfer. Zusätzlich brauchte es 2019 aber auch eine Blütenbehandlung mit Fungizid. „Einen Nachteil hat es allerdings, wenn man weniger Pflanzenschutz betreibt. Man kann die Borspritzung nicht mit etwas anderem kombinieren und muss im Zweifelsfall Nährstoffe solo geben“, fügt Winkelhofer mit einem leicht schelmischen Grinsen hinzu.